{"id":23565,"date":"2023-06-10T09:29:05","date_gmt":"2023-06-10T09:29:05","guid":{"rendered":"https:\/\/henrykskarzynski.pl\/?p=23565"},"modified":"2023-07-05T12:29:15","modified_gmt":"2023-07-05T12:29:15","slug":"zukunft-der-wissenschaft-in-polen-fazite-aus-dem-kongress-wissenschaft-fuer-die-gesellschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/henrykskarzynski.pl\/?p=23565&lang=de","title":{"rendered":"Zukunft der Wissenschaft in Polen \u2013 Fazite aus dem Kongress \u201eWissenschaft f\u00fcr die Gesellschaft\u201c"},"content":{"rendered":"<h4><strong>Wir machen Wissenschaft nicht f\u00fcr uns selbst, nicht f\u00fcr die Wissenschaft an sich, sondern f\u00fcr die Gesellschaft \u2013 das betonten die Teilnehmer des Kongresses \u201eWissenschaft f\u00fcr die Gesellschaft\u201c mehrmals. Wissenschaftler wollen ihr Wissen teilen, zeigen, was sie tun und danach streben, dass sich neue Talente f\u00fcr die Wissenschaft in Polen interessieren wollen. Es wurde appelliert, keine Angst vor Ver\u00e4nderungen, Herausforderungen oder Schwierigkeiten zu haben, denn nur dann kann der Weg, den man einschl\u00e4gt, zum Weg der Entwicklung und nicht nur des \u00dcberlebens werden.<\/strong><\/h4>\n<p>Der Kongress \u201eWissenschaft f\u00fcr die Gesellschaft\u201c, der vom 3. bis zum 5. Juni 2023 an der Technischen Universit\u00e4t Warschau und im Weltzentrum f\u00fcr Geh\u00f6r in Kajetany stattfand, war die allererste Veranstaltung dieser Art. Es wurde durch den Hauptrat der Forschungsinstitute in Polen initiiert. An der Organisation beteiligten sich das Forschungsnetzwerk \u0141ukasiewicz, die Technische Universit\u00e4t Warschau, das Institut f\u00fcr Physiologie und Pathologie des Geh\u00f6rs und das Bildungsforschungsinstitut. Der Kongress zeigte, wie sehr die Wissenschaft Menschen verbinden kann und soll.<\/p>\n<p>\u2013 <em>Es ist ein einmaliges, mehrdimensionales Treffen.<\/em><em> Wir waren an verschiedenen Orten: In einer \u201eGesundheitsstadt\u201c, auf einem Studentenpicknick der Technischen Universit\u00e4t Warschau, in einer Ausstellung und in H\u00f6rs\u00e4len. Wir konnten uns mit Leistungen von einzelnen Forschungsteams, Instituten, Hochschulen vertraut machen. Es waren die sehr guten und die besten mit uns. Die Interdisziplinarit\u00e4t der Wissenschaft, die wir hier sahen und von der wir mehrmals sprachen, ist f\u00fcr uns sehr ermutigend \u2013 <\/em>so fasste Prof.<strong> Henryk Skar\u017cy\u0144ski<\/strong>, Vorsitzender des Hauptrates der Forschungsinstitute das Treffen zusammen. <em>&#8211; Wir sind uns im Alltag der vielen Erfolge nicht bewusst, die stattfinden und w\u00e4hrend des Kongresses gezeigt wurden. Und die Polen haben das Recht zu wissen und stolz darauf zu sein, dass die wissenschaftliche Gemeinschaft in Polen Gro\u00dfes leistet \u2013<\/em> fuhr der Vorsitzende des Hauptrates fort. Er betonte, dass man der Gesellschaft beibringen muss, wie Wissenschaftler und Wissenschaft, darunter wissenschaftliche Institute wahrzunehmen sind.<\/p>\n<p>Das war die Idee, die der Organisation dieser Veranstaltung zugrunde lag. Die Organisatoren wollten zeigen, wie viel im Bereich der Wissenschaft los ist, welchen enormen Einfluss die Wissenschaft auf das Funktionieren der Gesellschaft hat und wie viel sich ver\u00e4ndert. Die Forscher wollen nicht nur das Wissen schaffen, sondern auch die n\u00e4chsten Generationen ausbilden, die Gesellschaft inspirieren und zur Entwicklung von Talenten ermuntern.<\/p>\n<p>Der Kongress \u201eWissenschaft f\u00fcr die Gesellschaft\u201c war unbestritten ein Erfolg und versammelte Liebhaber und Sch\u00f6pfer der Wissenschaft zu einer Zeit an einem Ort. An den drei Tagen konnten sie ihre Kenntnisse und Erfahrungen austauschen und teilen, Kontakte ankn\u00fcpfen und sogar die gemeinsame Forschungszukunft einleiten. Die Veranstaltung war allgemein zug\u00e4nglich mit kostenlosem Eintritt.<\/p>\n<p><strong>Nutzen f\u00fcr alle<\/strong><\/p>\n<p>\u2013 <em>Uns verbindet die Wissenschaft, auch wenn wir unterschiedlich \u00fcber sie sprechen und sie betreiben, da wir auf verschiedenen Gebieten t\u00e4tig sind.<\/em><em> Manchmal sehen wir auch unterschiedlich das, wie sie organisiert werden und funktionieren soll. Unabh\u00e4ngig davon bringt sie uns stets zusammen, was der Kongress zeigte <\/em>\u2013 betonte <strong>Dr. Andrzej Dybczy\u0144ski<\/strong>, Pr\u00e4sident des Forschungsnetzwerks \u0141ukasiewicz. Er erkl\u00e4rte, dass die Wissenschaft Menschen auf zweierlei Art und Weise verbinden kann: <em>\u2013 Wir betreiben sie nicht f\u00fcr uns, sondern f\u00fcr sie selbst und f\u00fcr die Gesellschaft. Die Wissenschaft hat Sinn, wenn die Gesellschaft von ihr profitieren kann. Der Kongress zeigte, dass wir unsere Kr\u00e4fte und unsere Herangehensweise an die Wissenschaft verbinden k\u00f6nnen. Unabh\u00e4ngig davon, ob wir Institute der Polnischen Akademie der Wissenschaften oder Forschungsinstitute oder aber Institute des Forschungsnetzwerkes \u0141ukasiewicz sind, k\u00f6nnen wir gemeinsam dar\u00fcber diskutieren, wie die Wissenschaft gestaltet werden soll<\/em> \u2013 wie er betonte. Er \u00e4u\u00dferte auch seine Hoffnung darauf, dass der Kongress zwar der erste, aber nicht der letzte sei.<\/p>\n<p>\u2013 <em>Es ist nicht nur das Bed\u00fcrfnis der Wissenschaftler, sondern auch die Notwendigkeit.<\/em><em> Wir m\u00fcssen die Korrelation zwischen dem, was wir jeden Tag im Rahmen unserer Forschungsarbeiten tun, und dem sehen, f\u00fcr wen wir das tun. Wir m\u00fcssen wissen, wie unsere Arbeit von anderen wahrgenommen wird<\/em> \u2013 worauf Dr. habil.<strong> Pawe\u0142 Gondek<\/strong>, stellvertretender wissenschaftlicher Leiter des Institutes f\u00fcr Bildungsforschung hinwies.<\/p>\n<p><strong>Zukunft von Forschungsinstituten in Polen<\/strong><\/p>\n<p>Jeder kann eine von zwei Richtungen w\u00e4hlen: Man kann versuchen, nur zu \u00fcberleben \u2013 oder man kann sich entwickeln.<\/p>\n<p>\u2013 <em>Wir m\u00fcssen den Unterschied machen, wenn wir uns entwickeln wollen.<\/em><em> Wenn Forschungsinstitute den Unterschied nicht machen, entwickeln sie sich nicht, wie sie sollten, auch wenn sie \u00fcberleben \u2013 und zwar unabh\u00e4ngig davon, ob das Institute der Polnischen Akademie der Wissenschaften, des Forschungsnetzwerks \u0141ukasiewicz oder des Hauptrates sind. Sie werden der Gesellschaft, der Wirtschaft, Europa und der Welt nicht das bieten, was sie sollten<\/em> \u2013 wie Dr. Andrzej Dybczy\u0144ski erkl\u00e4rte.<\/p>\n<p>Was kann man tun, um diesen Unterschied zu machen. Auf den Gebieten, auf denen Wissenschaftler t\u00e4tig werden, h\u00e4ngt wirklich alles vom Talent ab, von dem Menschen, der \u201ediesen g\u00f6ttlichen Funken tr\u00e4gt\u201c. Es ist etwas, was sich nicht erkl\u00e4ren l\u00e4sst. Es braucht eine Person, die ein Konzept entwickeln kann, eine Idee hat und in der Lage ist, tats\u00e4chlich etwas zu bewirken. Die Initiatoren des Kongresses \u201eWissenschaft f\u00fcr die Gesellschaft\u201c betonten, dass die Wissenschaft in Polen ohne solche Talente keine Zukunft hat.<\/p>\n<p>Was kann man tun, damit solche Talente gefunden werden? Es sind drei Dinge notwendig:<\/p>\n<ul>\n<li>Erstens: Es m\u00fcssen entsprechende Arbeitsbedingungen in den wissenschaftlichen Instituten geschaffen werden, die ein sicheres Dasein auch im banalsten, pers\u00f6nlichsten und materiellen Sinne erm\u00f6glichen, damit die Talente nicht in ein Unternehmen oder ins Ausland fliehen.<\/li>\n<li>Zweitens: Es muss eine Infrastruktur sichergestellt werden, die Arbeit erm\u00f6glicht. Wenn den Wissenschaftlern nicht die beste Infrastruktur zur Verf\u00fcgung steht, werden sie von ausl\u00e4ndischen Kollegen schnell \u00fcberholt \u2013 weil die letzteren weiter, tiefer und schneller blicken k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>Drittens: Jedes Talent muss in einer Umgebung funktionieren, in der es sich entwickeln kann und entsprechende Stimuli bekommt. Talente d\u00fcrfen nicht isoliert werden \u2013 solche Personen sollen mit anderen Talenten sprechen, talentierte Kollegen haben, mit denen sie zusammenarbeiten m\u00f6chten, und Partner, die dazu beitragen, dass begabte Wissenschaftler im Institut arbeiten wollen. Es ist auch notwendig, Hindernisse zu beseitigen, die Arbeit und Entwicklung talentierter Wissenschaftler beeintr\u00e4chtigen, wie z. B. Vergaberecht, Tr\u00e4gheit der Verwaltung oder B\u00fcrokratie.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Es war der erste derartige Kongress und wohl nicht der letzte, worauf seine Veranstalter und Teilnehmer hoffen. \u2013 <em>Es ist unm\u00f6glich, die Ziele, die wir uns gesetzt haben, w\u00e4hrend einer Konferenz oder eines Kongresses zu erreichen. Es ist ein Prozess, der viel Engagement und Zeit erfordert \u2013<\/em> wie Prof. Henryk Skar\u017cy\u0144ski sagte.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend des Kongresses wurde der \u201eDekalog\u201c des Hauptrates der Forschungsinstitute pr\u00e4sentiert (im Anhang beiliegend) \u2013 ein Dokument, das Vertreter der zum Hauptrat angeh\u00f6renden Forschungsinstitute f\u00fcr die Zukunft der Wissenschaft in Polen und f\u00fcr polnische Forscher verfasst haben. \u2013 <em>Der \u201eDekalog\u201c ist ein Ergebnis breit aufgefasster Beratungen und Analysen, die auf dem Wissen und der Erfahrung von Vertretern von Forschungsinstituten und anderen wissenschaftlichen Einheiten basieren \u2013 <\/em>wie der Vorsitzende des Hauptrates erkl\u00e4rte. <em>\u00a0Der Hauptrat der Forschungsinstitute m\u00f6chte die weitere Entwicklung der Wissenschaft in Polen unterst\u00fctzen, zur Steigerung der Wettbewerbsf\u00e4higkeit unseres Landes im Bereich der wissenschaftlichen Forschung auf internationaler Ebene beitragen und den Wert auf die entsprechende Anwendung des Forschungspotenzials zum Nutzen der Gesellschaften legen<\/em> \u2013 worauf Henryk Skar\u017cy\u0144ski hinwies.<\/p>\n<p>Durch Beschluss des Ministers f\u00fcr Bildung und Wissenschaft wurden die Gold- und Silbermedaillen \u201eVerdiente f\u00fcr die polnische Wissenschaft Sapientia et Veritas\u201c f\u00fcr herausragende Leistungen im Bereich der Hochschulbildung und Wissenschaft, darunter im Bereich der wissenschaftlichen, didaktischen und organisatorischen T\u00e4tigkeit verliehen. Die Statuetten des Ministers f\u00fcr Bildung und Wissenschaft erhielten Vertreter von Instituten der Kategorien A und A+ sowie Organisatoren des Kongresses \u201eWissenschaft f\u00fcr die Gesellschaft\u201c.<\/p>\n<p>*<\/p>\n<p>Drei Tage Kontakt mit der Wissenschaft, Aussteller von fast 60 Wissenschafts- und Forschungsinstituten und Bildungszentren, 7\u00a0Expertenrunden, fast 50 Vortr\u00e4ge, Ausstellungen, Pr\u00e4sentationen von Leistungen und Umsetzungen von wissenschaftlichen Instituten der Polnischen Akademie der Wissenschaften, Forschungsinstituten, dem Forschungsnetzwerk \u0141ukasiewicz und Wissenschaftszentrum \u201eKopernik\u201c, kostenlose Untersuchungen, Beratungen und Konsile, jede Menge von intelligentem und spannende, Spa\u00df f\u00fcr die j\u00fcngsten Entdecker.<\/p>\n<p>Die Schirmherrschaft \u00fcber dem Kongress \u201eWissenschaft f\u00fcr die Gesellschaft\u201d \u00fcbernahmen der Premierminister Mateusz Morawiecki und der Minister f\u00fcr Bildung und Wissenschaft Przemys\u0142aw Czarnek.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir machen Wissenschaft nicht f\u00fcr uns selbst, nicht f\u00fcr die Wissenschaft an sich, sondern f\u00fcr die Gesellschaft \u2013 das betonten die Teilnehmer des Kongresses \u201eWissenschaft f\u00fcr die Gesellschaft\u201c mehrmals. Wissenschaftler wollen ihr Wissen teilen, zeigen, was sie tun und danach ..<\/p>\n<div class=\"reading\"><a href=\"https:\/\/henrykskarzynski.pl\/?p=23565&#038;lang=de\">&gt;&gt;&gt;<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":9,"featured_media":23556,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[86],"tags":[],"class_list":["post-23565","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aktualnosci-de"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/henrykskarzynski.pl\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/IMG_0381_DxO-scaled.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/henrykskarzynski.pl\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23565","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/henrykskarzynski.pl\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/henrykskarzynski.pl\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/henrykskarzynski.pl\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/9"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/henrykskarzynski.pl\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=23565"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/henrykskarzynski.pl\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23565\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":23566,"href":"https:\/\/henrykskarzynski.pl\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23565\/revisions\/23566"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/henrykskarzynski.pl\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/23556"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/henrykskarzynski.pl\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=23565"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/henrykskarzynski.pl\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=23565"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/henrykskarzynski.pl\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=23565"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}