{"id":23245,"date":"2022-08-11T13:07:29","date_gmt":"2022-08-11T13:07:29","guid":{"rendered":"https:\/\/henrykskarzynski.pl\/?p=23245"},"modified":"2023-02-13T13:40:06","modified_gmt":"2023-02-13T13:40:06","slug":"freiluft-treffen-und-wissenschaftliche-konferenz-in-kajetany","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/henrykskarzynski.pl\/?p=23245&lang=de","title":{"rendered":"Freiluft-Treffen und wissenschaftliche Konferenz in Kajetany"},"content":{"rendered":"<h4><strong>Zum 30. Jubil\u00e4um der ersten Implantation eines Cochlea-Implantates in Polen bei einer geh\u00f6rlosen Person und 20. Jubil\u00e4um der weltweit ersten geh\u00f6rwiederherstellenden Operation bei einem Patienten mit partiellem H\u00f6rverlust, die von Prof. Henryk Skar\u017cy\u0144ski durchgef\u00fchrt wurden, trafen sich H\u00f6rimplantattr\u00e4ger, die zusammen mit ihren Familien an einem Freiluft-Treffen teilnehmen konnten, das mit der 8. Wissenschaftlichen Konferenz \u201eMusik in der Entwicklung des menschlichen Geh\u00f6rs\u201c verbunden war.<\/strong><\/h4>\n<p>&#8211; Der 16. Juli ist ein Tag, an dem ich und mein Team in den Gedanken zum Jahr 1992 zur\u00fcckkehren, als ich die erste Implantation eines Cochlea-Implantates in Polen bei einer geh\u00f6rlosen Person durchgef\u00fchrt habe. Auf das Jahr f\u00e4llt das 30. Jubil\u00e4um dieses einmaligen Ereignisses. Wir warteten 30 Jahre auf das einzigartige Jubil\u00e4um, aber wir warteten nicht mit verschr\u00e4nkten Armen. Wir taten, was m\u00f6glich war, was wir konnten. Das waren 30 Jahre voll von gro\u00dfer Aktivit\u00e4t, Arbeit, Leidenschaft, F\u00e4higkeiten und Kompetenzen. Wir haben viele dieser Ereignisse aufgezeichnet, um zeigen zu k\u00f6nnen, dass wir nicht an einem Ort stecken blieben, dass wir viele Erwartungen erf\u00fcllt haben.\u00a0 Innerhalb weniger Wochen nach der Operation entstanden Umrisse eines interdisziplin\u00e4ren Teams aus Psychologen, Logop\u00e4den, P\u00e4dagogen, klinischen Ingenieuren, Technikern. Wir lernten den Menschen ganzheitlich betrachten. Wir arbeiteten zusammen und miteinander; Schritt f\u00fcr Schritt gingen wir weiter. Es ist unser gemeinsamer Erfolg, und wenn hier jemand ein Leader ist, dann nur, damit er wei\u00df, dass er eine gr\u00f6\u00dfere Verantwortung daf\u00fcr \u00fcbernimmt, was in den Jahren passiert ist und jetzt geschieht \u2013 wie Professor Henryk Skar\u017cy\u0144ski sagte, als er die Patienten begr\u00fc\u00dfte, die nach Kajetan kamen, um sich mit dem Team des Instituts zu treffen.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><strong>Treffen von Spezialisten und Patienten<\/strong><\/p>\n<p>&#8211; Warum sind die Treffen so wichtig? Weil wir zusammen eine gro\u00dfe Familie bilden. Weil diese Treffen die Barrieren durchbrechen und uns alle st\u00e4rken. Weil sie es den Patienten-H\u00f6rimplantattr\u00e4gern, die unsere Betreuung und Unterst\u00fctzung lebenslang ben\u00f6tigen, erlauben, sich im Institut wie bei sich zu Hause zu f\u00fchlen \u2013 wie Prof. H. Skar\u017cy\u0144ski betonte. \u00dcber die Einmaligkeit dieser Treffen sprach auch Dr. med. El\u017cbieta W\u0142odarczyk, die das Rehabilitationsklinikum leitet: &#8211; Wir wissen uns solche Treffen mit Patienten sehr hoch zu sch\u00e4tzen. Es ist eine spannendere M\u00f6glichkeit, zu sehen, wie sie sich entwickeln und neue Chancen nutzen. Dr. W\u0142odarczyk pr\u00e4sentierte auf der Konferenz, wie sich das Verfahren zur Indikationsstellung f\u00fcr die Implantation eines Implantates gestaltet, an dem eine multidisziplin\u00e4re Gruppe aus \u00c4rzten, Logop\u00e4den, Psychologen, P\u00e4dagogen und klinischen Ingenieuren, Technikern und Prothetikern beteiligt ist, und was Neues den Patienten bei der Rehabilitation angeboten wird. &#8211; Wir wollten den \u00c4rzten und anderen Therapeuten zeigen, was sich in den 30 Jahren ver\u00e4ndert hat, welche neuen technischen, chirurgischen und anderen Bestandteile des gesamten Behandlungsprozesses entstanden sind.<\/p>\n<p>Professor Artur Lorens, Leiter des Labors f\u00fcr Implantate und H\u00f6rperzeption und Moderator der Konferenz, f\u00fcgte hinzu, dass Spezialisten w\u00e4hrend dieses Symposiums den Patienten zeigen, womit sie sich im beruflichen Alltag befassen. &#8211; Wir besch\u00e4ftigen uns sowohl mit der klinischen Arbeit und Betreuung von Patienten mit H\u00f6rimplantaten als auch mit der wissenschaftlichen Arbeit. Dies erm\u00f6glicht es uns, den Patienten die neuesten diagnostischen und therapeutischen Methoden anzubieten und sicherzustellen, dass die Patienten den maximalen H\u00f6rnutzen erzielen \u2013 wie er sagte. In Bezug auf die Operation von vor 30 Jahren betonte er, dass sie eine neue \u00c4ra in den Bereichen HNO-Heilkunde, Audiologie, Phoniatrie und Rehabilitation er\u00f6ffnete.<\/p>\n<p>Der erste Teil der Konferenz betraf Ver\u00e4nderungen, die im Laufe der 30 Jahre im H\u00f6rimplantat-Programm und 20 Jahre im Programm der Behandlung des partiellen H\u00f6rverlustes vorgenommen wurden. Patienten konnten Vortr\u00e4gen von Spezialisten aus dem Labor f\u00fcr Implantate und H\u00f6rperzeption, Tinnituslabor und Rehabilitationsklinikum \u00fcber technologischen Fortschritt im Bereich der Cochlea- und anderen H\u00f6rimplantate (z.B. Mittelohr- und Knochenleitungsimplantate), die n\u00e4chsten Generationen von Sprachprozessoren auf Basis k\u00fcnstlicher Intelligenz, biaurale Implantation, Anwendung der Induktionsschleife, Rehabilitation nach Implantation eines H\u00f6rimplantats oder Umgang mit Tinnitus beiwohnen.<\/p>\n<p>Im zweiten Teil wurde u.a. dar\u00fcber gesprochen, wie die durch das Implantat wahrgenommenen T\u00f6ne klingen, aber auch \u00fcber Choreotherapie als Kommunikationssprache, moderne telemedizinische L\u00f6sungen zur Rehabilitation von Kindern mit zentralen auditorischen Verarbeitungsst\u00f6rungen.<\/p>\n<p><strong>Patienten \u00fcber sich<\/strong><\/p>\n<p>Zwischen Vortr\u00e4gen von Spezialisten ergriffen auch Patienten das Wort, die ihre Emotionen, Gedanken teilten und \u00fcber ihren Weg erz\u00e4hlen wollten, der sie nach Kajetany f\u00fchrte.<br \/>\nDr. n. med. Malgorzata Strycharz-Dudziak erw\u00e4hnte, dass die Lekt\u00fcre des Gedichts &#8222;Zauberklavier&#8221;, das Professor Henryk Skar\u017cy\u0144ski f\u00fcr sie geschrieben hat, ein sehr bewegender Moment f\u00fcr Sie war. \u2013 Als ich es zum ersten Mal las, brach ich in Tr\u00e4nen aus. Nach so vielen Jahren war der Professor in der Lage, jene Emotionen auszudr\u00fccken, die zu dieser Zeit tats\u00e4chlich in mir waren &#8211; sagte sie. Ma\u0142gosia wurde vor 28 Jahren von Prof. H. Skar\u017cy\u0144ski operiert. &#8211; Wenn ich j\u00e4hrlich zu dieser Zeit nach Kajetany komme, kehren die Erinnerungen an den Verlust meines H\u00f6rverm\u00f6gens und meine Operationen zur\u00fcck, die mir die Welt der Kl\u00e4nge zur\u00fcckgaben \u2013 durch das Prisma des Jubil\u00e4ums der ersten Implantation eines Cochlea-Implantates bei einer geh\u00f6rlosen Person, die vom Herrn Professor durchgef\u00fchrt wurde. Der Juli 1992 ist auch f\u00fcr mich ein denkw\u00fcrdiger Monat, weil ich damals v\u00f6llig taub wurde. Es ist ein symbolisches Ereignis f\u00fcr mich \u2013 ich habe mein Geh\u00f6r verloren und in Polen wurde eine Operation durchgef\u00fchrt, die das Geh\u00f6r wiederherstellt.<\/p>\n<p>Ma\u0142gosia h\u00f6rte \u2013 wie sie selbst sagt \u2013 in der Kindheit sehr gut, war immer mit der Musik verbunden, war Sch\u00fclerin einer Musikschule, spielte Klavier und Fl\u00f6te und sang im Chor. H\u00f6rverlust war f\u00fcr sie eine \u00e4u\u00dferst schwierige Erfahrung, obwohl sie nat\u00fcrlich von den Eltern und ihren Verwandten in dieser schwierigen Zeit unterst\u00fctzt wurde. \u2013 1994 wurde ich f\u00fcr die Operation qualifiziert und das war ein Durchbruch f\u00fcr mich. Prof. Henryk Skar\u017cy\u0144ski implantierte mir ein Cochlea-Implantat. Bis heute habe ich es im Ged\u00e4chtnis, wie f\u00fcrsorglich sich Professor um seine Patienten k\u00fcmmerte, die er jeden Tag besuchte. Er sprach mit ihnen, wechselte pers\u00f6nlich den Verband. Das bleibt f\u00fcr immer in meinem Herzen und in meiner Erinnerung \u2013 sagte Ma\u0142gosia. \u2013 Nach der Aktivierung meines Prozessors begann mein zweites Leben. Meine ersten Sommerferien spielte ich nur Klavier. Es war eine nat\u00fcrliche Musiktherapie, aber damals war ich mir dessen nicht bewusst.<\/p>\n<p>Mit dem Implantat bestand Ma\u0142gosia Abitur, wurde f\u00fcr die Zahnmedizin an der Medizinischen Akademie und sp\u00e4ter f\u00fcr das Doktorstudium zugelassen, bekam Arbeit an der Medizinischen Universit\u00e4t Lublin. &#8211; Nachdem bei mir das zweite Implantat vom Herrn Professor implantiert wurde, f\u00fchlte ich wieder, dass sich mein Leben ver\u00e4nderte, dass eine weitere Etappe begann. Meine Klangwelt ist deutlich gewachsen, besonders im Bereich der hohen T\u00f6ne, und ich wei\u00df nun, woher der Ton kommt und das H\u00f6ren ist dreidimensional geworden. Ich f\u00fchle, dass sich mein Geh\u00f6r weiter entwickelt und das ist gro\u00dfartig. Bei der Arbeit bin ich Lehrerin, \u00c4rztin und manchmal auch \u00dcbersetzerin f\u00fcr Englisch. Zum Schluss kann ich sagen, dass ich mir ein Leben ohne Implantate nicht vorstellen kann; ich habe einfach Gl\u00fcck, dass ich sie habe, dass ich auf solche Menschen wie den Professor und einen Ort wie Kajetany gesto\u00dfen bin.<\/p>\n<p>Zeichnen, dann Malerei wurde zu ihrer gro\u00dfen Leidenschaft. Sie absolvierte die Fakult\u00e4t f\u00fcr Malerei an der Akademie der bildenden K\u00fcnste in Krakau und kam mit ihrer eigenen Gem\u00e4ldesammlung nach Kajetany. Jetzt vertieft Joanna Turek ihr Wissen an derselben Hochschule an der Fakult\u00e4t f\u00fcr Grafikdesign. Sie selbst sagt \u00fcber sich, sie sei eine k\u00fcnstlerische Seele. Joanna sagte, dass sie als geh\u00f6rlose Person viele Herausforderungen hinnehmen musste, um an den Ort zu kommen, an dem sie sich jetzt befindet. Es hat sie viel Arbeit gekostet, aber es hat sich gelohnt. Sie glaubt, im Leben sei es am wichtigsten, sich selbst zu sein und nichts vorzut\u00e4uschen. Sie betonte, dass sie diese Denkweise den Eltern und all jenen zu verdanken hat, die an sie glaubten und sie unterst\u00fctzten.<\/p>\n<p>Joanna h\u00f6rt seit Geburt an nicht, sie hat eine tiefe Schwerh\u00f6rigkeit. \u2013 Ich erinnere mich genau, als mein Vater mich fragte, ob ich in der zweiten Klasse meiner Grundschule ein Implantat bekommen will, und ich antwortete sofort \u201eja\u201c. Ich hatte bereits damals das Gef\u00fchl, dass dieser Moment alles ver\u00e4ndern kann. Vor der Operation war ich in der Lage, mich nur mit Gesten und Zeichnungen zu verst\u00e4ndigen. Nach der Implantation verbesserte sich meine Sprache und ich entdeckte die geheimnisvolle, au\u00dfergew\u00f6hnliche Welt der Musik, die ich bisher nicht kannte \u2013 sagte Joanna in ihrem Vortrag. &#8211; Nach einem Jahr bemerkte ich, dass mich das Implantat ver\u00e4nderte. Ich kannte nun die Welt der Stille und die Welt der Kl\u00e4nge. Diese beiden Welten sind f\u00fcr mich als K\u00fcnstlerin sehr wichtig, weil jede ihre eigenen Emotionen hat, die einander erg\u00e4nzen.<\/p>\n<p>F\u00fcr Joanna war eine Reise nach Glasgow in Schottland ein Meilenstein. Sie gibt zu, dass dies eine echte Lektion der Unabh\u00e4ngigkeit f\u00fcr sie war; sie musste auch auf Englisch kommunizieren. Von dieser Reise zur\u00fcck kehrte sie aufgebaut und mit mehr Vertrauen auf eigene F\u00e4higkeiten zur\u00fcck. Bis heute bleibt sie im schriftlichen Kontakt mit Freunden aus Japan, Kanada, Indien. Ihr Traum ist es, eine Gruppe von h\u00f6renden und geh\u00f6rlosen K\u00fcnstlern aus der ganzen Welt zu bilden und eine Ausstellung von Werken zu veranstalten, zu der sie Kunstliebhaber aus dem Weltzentrum f\u00fcr Geh\u00f6r einladen k\u00f6nnte. Dies w\u00e4re eine Form des Dankes f\u00fcr das Talent und die Leidenschaft, die in der Arbeit der Spezialisten zu sp\u00fcren sind, und f\u00fcr das Herz, das sie den Patienten zeigen. Joanna bedankte sich besonders herzlich bei Prof. Henryk Skar\u017cy\u0144ski daf\u00fcr, dass sie die Welt der Kl\u00e4nge kennen lernen konnte.<\/p>\n<p>Die Welt des Klangs und der Musik steht Estera \u0141abiga besonders nahe. Sie ist eine weitere Patientin, die dank Prof. Henryk Skar\u017cy\u0144ski und dem Implantat die Musikschule abschlie\u00dfen konnte. \u2013 Vor zwanzig Jahren traf ich den Herrn Professor und sein Team aus \u00c4rzten und Therapeuten, die mir halfen, nicht nur die H\u00f6rf\u00e4higkeit wiederzuerlangen, sondern auch mich selbst und die umgebende Realit\u00e4t besser kennen zu lernen \u2013 sagte Estera.<\/p>\n<p>Estera war seit ihrer Geburt an taub, aber erst mit f\u00fcnf Jahren kam sie ins Institut f\u00fcr Physiologie und Pathologie des Geh\u00f6rs. Zuvor konnte ihr niemand helfen, obwohl ihre Eltern mit ihr fast \u00fcberallhin in Polen fuhren und viele Spezialisten aufsuchten. Im Alter von acht Jahren erhielt sie das begehrte Cochlea-Implantat, das sich f\u00fcr sie als unsch\u00e4tzbar erwies. Nach einem langen und intensiven Rehabilitationsprozess, an dem viele Menschen beteiligt waren, kam eine \u201elawinenartige\u201c Entwicklung des Geh\u00f6rs, wie sie es selbst nannte. Dank der Musikschule und dem Unterricht dort wurde ihr Geh\u00f6r noch besser. Estera trat schon mehrmals mit ihren Geschwistern und Eltern bei verschiedenen Feiern auf. Estera erw\u00e4hnte auch die Rolle, die das Institut bei ihrer musikalischen Entwicklung spielte: Es erm\u00f6glichte ihr, an verschiedenen Musikworkshops, Festivals und Konzerten teilzunehmen. Estera nahm auch (erfolgreich) am Casting f\u00fcr das Musical &#8222;Unterbrochene Stille&#8221; teil, das in der Warschauer Kammeroper aufgef\u00fchrt wurde und f\u00fcr das Prof. Henryk Skar\u017cy\u0144ski das Libretto schrieb.<br \/>\n\u2013\u00a0Auf der B\u00fchne habe ich gelernt, wie man mit dem Lampenfieber umgeht und mit anderen Musikern zusammenarbeitet. Ich traf dort viele Menschen, sprach mit ihnen, was mich zur Arbeit anspornte. Wenn es Misserfolge gab, wurde mein Charakter nur st\u00e4rker \u2013 wie sie sich an die Zeit erinnert. Sie f\u00fcgt hinzu: &#8211; Dank Herrn Professor konnte ich auch an der ersten Ausgabe des Festivals \u201eSchneckenrhythmen\u201c teilnehmen, an das ich ger\u00fchrt zur\u00fcckdenke und das ich nie vergesse. Sp\u00e4ter trat sie viele Male auf diesem Festival als Gast auf.<\/p>\n<p>Sie betont, dass sie ihr Studium der Landschaftsarchitektur an der Katholischen Universit\u00e4t Lublin dank dem Implantat abgeschlossen hat. Estera liebt Sport und Fotografie, und Reisen kann sie dank Englischkenntnissen.<\/p>\n<p>\u00dcber viele Schwierigkeiten, die sie zu \u00fcberwinden hatte, \u00fcber unangenehme Situationen im Zusammenhang mit ihrem H\u00f6rschaden, der sie aus dem normalen Leben ausschloss, \u00fcber den Kampf, durch ihre &#8222;Unvollkommenheit&#8221; nicht au\u00dferhalb des Lebensrandes zu gelangen, erz\u00e4hlt Weronik Niczyporuk, die seit 2002\u00a0 Patientin des Institutes f\u00fcr Physiologie und Pathologie des Geh\u00f6rs ist. Ihr Auftritt bewog viele Menschen, zeigte aber auch, dass viel von unserer Einstellung und Haltung abh\u00e4ngt.<\/p>\n<p>Weronika wurde mit bilateraler Mikrotie und Geh\u00f6rgangsatresie geboren und verwendet seit 20 Jahren ein Knochenleitungsimplantat. Sie studiert Psychologie an der Universit\u00e4t Warschau und trat an vielen gro\u00dfen in- und ausl\u00e4ndischen Szenen auf. Dank langer und intensiver Rehabilitation sind ihre H\u00f6rprobleme kaum bemerkbar und nur wenige Menschen wissen von ihnen. Bevor es aber dazu kam, bevor sie nach Kajetany kam, wurde ihr gesagt, dass sie nie mehr h\u00f6rt und spricht. Die Determiniertheit der Eltern lie\u00df sie in die Betreuung von Professor Henryk Skar\u017cy\u0144ski kommen. \u2013 Der Professor zeigte meine Situation in einem ganz anderen Licht, er hat uns etwas gegeben, das uns kein anderer Arzt gegeben hat: Die Hoffnung. Er zeigte uns einen weiteren Weg, der es mir m\u00f6glich machte, das Leben wie jeder andere Mensch zu genie\u00dfen \u2013 wie ger\u00fchrte Weronika sagte. \u2013 Auf diese Weise wurde ich das erste Kind in Polen, bei dem ein Knochenleitungsimplantat auf einem Band eingesetzt wurde.<\/p>\n<p>Aus Geschichten, die ihre Eltern \u00fcber ihre Kindheit erz\u00e4hlten, zog Weronika eine der wichtigsten Schlussfolgerungen: Es gibt keine unm\u00f6glichen Dinge, und alle Beschr\u00e4nkungen existieren einzig und allein in unseren K\u00f6pfen. \u2013 Trotz meiner Schwerh\u00f6rigkeit wurden mir nie Sonderbildungsma\u00dfnahmen angeboten \u2013 wie sie hervorhebt. \u2013 Ich ging immer gerne zur Schule, lernte und interagierte mit Gleichaltrigen. Ich arbeitete immer auf gleichen Bedingungen wie gesunde Kinder und wurde nie mit Vorz\u00fcgen bewertet.<\/p>\n<p>Die schwerste Zeit war f\u00fcr Weronika die Mittelstufe (<em>poln<\/em>. gimnazjum). Sie f\u00fchlte sich von Gleichaltrigen nicht verstanden, deren Sensibilit\u00e4t und Welt v\u00f6llig anders als ihre waren. Ein weiterer Schlag war die Abiturpr\u00fcfung, f\u00fcr die man sie mit dem Implantat nicht hereinlassen wollte; das Implantat wurde mit dem Mobiltelefon vergleichen, das verwendet werden kann, um Informationen heimlich zu suchen und zu betr\u00fcgen. \u2013 Die Tatsache, dass ich das Abitur nicht unter den gleichen Bedingungen, unter denen ich gelernt habe, ablegen konnte, war f\u00fcr mich sehr schwierig. Ich musste einen Behindertenbescheid vorlegen \u2013 wie Weronika traurig erz\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Weronika gab nicht auf und bewies, dass sie eine K\u00e4mpferin ist: Ihre Abiturnoten geh\u00f6rten zu den besten in der ganzen Schule.<\/p>\n<p>Weronika nahm am Zulassungsverfahren f\u00fcr vier F\u00e4cher an der Universit\u00e4t Warschau teil und wurde f\u00fcr alle zugelassen; letztendlich entschied sie sich f\u00fcr Psychologie. Sie betonte auch, dass Musik immer ein wichtiger Bestandteil ihrer Entwicklung war und bleibt. Im Alter von sechs Jahren schloss sie sich der Volksband \u201eMa\u0142e Podlasie\u201c an, aber die professionelle Musikwelt zeigte ihr erst das Festival &#8222;Schneckenrhythmen&#8221;, das von Professor Henryk Skar\u017cy\u0144ski konzipiert wurde. \u2013 Das war der Beginn meiner k\u00fcnstlerischen Reise. Dank dem Festival habe ich viele herausragende Pers\u00f6nlichkeiten getroffen, die einen gro\u00dfen Einfluss auf mich hatten. Die Feststellung, dass ich ein musikalisches Talent habe, war nicht nur etwas, was mich aufgebaut hat \u2013 das war etwas Au\u00dfergew\u00f6hnliches f\u00fcr mich.<\/p>\n<p>Als Preistr\u00e4gerin des Festivals 2016 wurde Weronika zu vielen Konzerten und Festivals eingeladen, u.a. zum 52. Jan-Kiepura-Festival in Krynica-Zdroj; es war Professor Ryszard Karczykowski, der sie dazu \u00fcberredete, S\u00e4ngerin zu werden. Sie betonte auch, dass sie Professor Henryk Skar\u017cy\u0144ski, der alle ihre musikalischen Erfolge mitverfolgt hat, immer sehr unterst\u00fctzte.<br \/>\n&#8211; 2019 erf\u00fcllte ich meinen musikalischen Traum: Nach dem Casting befand ich mich unter den Schauspielern des Musicals &#8222;Unterbrochene Stille&#8221;. W\u00e4hren der Proben f\u00fcr die Auff\u00fchrung bewies ich mir wieder, dass ich viele Barrieren \u00fcberwinden kann \u2013 wie Weronika sagt. &#8211; Dank dem Theater entdeckte ich eine andere Weronika in mir, f\u00fcr die es keine unm\u00f6glichen Sachen gibt.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend zitierte Weronika die Definition eines &#8222;Engels&#8221; und betonte, dass er die Ideen Gottes auf verschiedene Weise erf\u00fcllt und dass jeder Mensch ein Engel sein kann. Ihr Engel sei Prof. Henryk Skar\u017cy\u0144ski.<\/p>\n<p>Professor Henryk Skar\u017cy\u0144ski ist auch f\u00fcr Sebastian Turka eine au\u00dfergew\u00f6hnliche Person. Hier in Kajetany erhielt er zwei Implantate: Das erste im Alter von 11 Jahren und das zweite im vergangenen Jahr. Nun kommen fast alle Ger\u00e4usche zu ihm und er kommuniziert viel besser in der Gruppe. Mit dieser H\u00f6rprothese konnte er nicht nur sein Geh\u00f6r und seine Sprache entwickeln, sondern auch die Medizin abschlie\u00dfen und Radiologe werden. \u2013 Ich arbeite derzeit in einem Krankenhaus in Gleiwitz. Ich m\u00f6chte an meinem Beispiel zeigen, dass es keine unm\u00f6glichen Dinge gibt, dass man Schwierigkeiten\u00a0 \u00fcberwinden, eigene Ziele umsetzen und Tr\u00e4ume erf\u00fcllen kann. Ich freue mich, dass ich anderen durch meine Arbeit helfen kann, so wie mir der Professor und das ganze Team des Weltzentrums f\u00fcr Geh\u00f6r geholfen haben \u2013 sagte er. Sebastian Turek betonte auch die Bedeutung der Familienunterst\u00fctzung, ohne die es schwierig ist, ein besserer Mensch zu sein und das selbstst\u00e4ndige Leben anzufangen.<\/p>\n<p>Die Unterst\u00fctzung der Familie, die nicht nur w\u00e4hrend der Krankheit von entscheidender Bedeutung ist, wurde auch von dem \u00e4ltesten der anwesenden Patienten von Professor Henryk Skar\u017cy\u0144ski, Jan Turbanski, S\u00e4nger und Volksmusiker erw\u00e4hnt. \u2013 Nach einem Arbeitsunfall verlor ich mit den Jahren allm\u00e4hlich mein Geh\u00f6r. 2011 musste ich mi dem Spielen und Singen aufh\u00f6ren, weil ich fast nichts h\u00f6rte und mir die H\u00f6rger\u00e4te nicht ausreichten. Die Familie war sehr besorgt um mich und wollte mir helfen. Die Tochter fand Informationen \u00fcber Kajetany, wo Cochlea-Implantate implantiert werden, die das Geh\u00f6r wiederherstellen \u2013 sagte Jan. Nach der Indikationsstellung f\u00fcr die Implantation kam Jan nach Kajetany. Im Jahr 2013 stellte ihm Professor Henryk Skar\u017cy\u0144ski das Geh\u00f6r wiederher und Herr Jan versprach sich, dass er bei der ersten Gelegenheit die gro\u00dfpolnische Sackpfeife f\u00fcr Professor spielt. Und so geschah es: Herr Jan kam zur ersten Ausgabe der &#8222;Schneckenrhythmen&#8221; und wurde Preistr\u00e4ger. Nach dem Festival hatte er noch mehr Lust auf Musizieren. Er trat mehrmals bei verschiedenen Feierlichkeiten auf, die durch das Weltzentrum f\u00fcr Geh\u00f6r veranstaltet wurden, und mit seinem Kollegen, der Geiger ist, nimmt er auch an Wettbewerben f\u00fcr Volksbands teil. \u2013 In der Band spielt jetzt mit mir meine Enkelin Stella, die Geigerin ist, und die andere Enkelin Zuzanna singt unsere regionalen Lieder. Wenn ich kein implantiertes Cochlea-Implantat und keinen Sprachprozessor h\u00e4tte, h\u00e4tte ich die M\u00f6glichkeit nicht \u2013 betonte Herr Jan. \u2013 Mein Leben hat sich ver\u00e4ndert, und in der Tat ist es wieder normal.<\/p>\n<p>Olaf Kaca, ein weiterer musikbegabter Patient von Professor Henryk Skarzy\u0144ski, befindet sich im ersten Studienjahr an der Medizinischen Universit\u00e4t Lodz. Seit 2004 ist er Cochlea-Implantattr\u00e4ger. Er war Preistr\u00e4ger der &#8222;Schneckenrhythmen&#8221; und nahm auch an einer Reihe von Veranstaltungen teil, die durch das Institut f\u00fcr Physiologie und Pathologie des Geh\u00f6rs organisiert wurden. \u2013 Der Professor, der mir mein Implantat implantierte, half mir, weil er mein Geh\u00f6r wiederherstellte. Jetzt m\u00f6chte ich anderen, insbesondere Kindern helfen, die H\u00f6rprobleme haben \u2013 so begann Olaf seinen Auftritt.<\/p>\n<p>Aus der Perspektive dieser 18-j\u00e4hrigen Anwendung betonte er, dass Patienten mit dem Implantat trotz manchmal auftretender Kommunikationsprobleme nicht als Menschen mit begrenzten M\u00f6glichkeiten angesehen werden sollen. Der Aufbau der psychischen St\u00e4rke bildet die Grundlage und beginnt im Kopf. Laut Olaf ist es wichtig, Vertrauen und Optimismus zu haben und mit Leidenschaft das zu tun, womit man sich besch\u00e4ftigt. Man muss auch einfach Wissenschaftlern vertrauen und an allen Veranstaltungen teilnehmen, die die zwischenmenschliche Interaktion f\u00f6rdern, weil sie es erm\u00f6glichen, die Sprache st\u00e4ndig zu entwickeln. Olaf gab auch einige Hinweise f\u00fcr den Umgang u.a. mit dem Sprachprozessor: Was man nicht vergessen darf und wie er zu sch\u00fctzen ist. All die Ratschl\u00e4ge sind umso wertvoller, als dass sie von einem Patienten kommen, der die Ger\u00e4te verwendet.<\/p>\n<p>Dr. Micha\u0142 Osi\u0144ski ist ein Neurochirurg, der aktuell eine weitere Facharztweiterbildung im Bereich der HNO-Heilkunde absolviert und auch Management im Gesundheitswesen studiert. Wie er zu Beginn sagte, ging er wie manche andere Patienten auch zur Musikschule und spielte Fl\u00f6te. Seine Schwerh\u00f6rigkeit entwickelte sich allm\u00e4hlich, und die ersten sp\u00fcrbaren Symptome von H\u00f6rproblemen traten in der Schule in der Mittelstufe auf. \u2013 Eigentlich erst im Studium erfuhr ich \u00fcber Implantate, dass sie gute Ergebnisse erzielen lassen; ich war aber nicht ganz entschlossen, ob ich mich der Operation der Implantation unterlassen soll \u2013 wie Dr. Micha\u0142 Osi\u0144ski erz\u00e4hlt. \u2013 Schlie\u00dflich wusste ich mir in meinem Leben irgendwie zu helfen, kommunizierte mit der Familie und den Bekannten und dachte, dass ich es schaffe, auch wenn ich nichts \u00e4ndere. Als ich aber beschloss, Neurochirurg zu werden, wusste ich, dass eine effektive Kommunikation im OP-Saal unentbehrlich ist. Dann entschied ich mich f\u00fcr das Implantat, ich stimmte zu, dass das Ger\u00e4t einen sichtbaren \u00e4u\u00dferen Teil hat; ich bin mit dieser Entscheidung heute zufrieden, ich wei\u00df, dass sie gut war. Das Implantat erhielt ich in Kajetany; das Ger\u00e4t erleichterte mir den Alltag sicherlich sehr. Meine schwerh\u00f6rigen Patienten, die zu mir in den Behandlungsraum kommen, fragen mich, ob es sich gelohnt hat. Ich antworte ihnen immer \u201eja\u201c. F\u00fcr das Implantat entschied ich mich auch wegen ihnen, damit ich meine Arbeit besser machen kann. Nat\u00fcrlich hat das Implantat einige Nachteile, die aber nicht einmal erw\u00e4hnenswert sind, denn die Vorteile \u00fcberwiegen sie mehrfach. Und es steht au\u00dfer Frage: F\u00fcr Patienten mit Schwerh\u00f6rigkeit ist dies derzeit die beste L\u00f6sung.<\/p>\n<p>Roksana Pijet hat zwei Cochlea-Implantate. Die beiden Operationen der Implantation hatte sie sehr fr\u00fch. Sie gab selbst zu, dass sie sich nicht wirklich an die Zeit erinnern kann, als sie nicht h\u00f6rte. \u2013 Ich wei\u00df aber, dass nichts gleich w\u00e4re, wenn Professor Henryk Skar\u017cy\u0144ski das Programm zur Behandlung des partiellen H\u00f6rverlustes eingeleitet h\u00e4tte \u2013 betont sie. \u2013 Den Cochlea-Implantaten verdanke ich alles. Wenn es sie nicht geben w\u00fcrde, w\u00fcrde ich nicht in eine allgemeine Schule gehen, w\u00fcrde nicht flie\u00dfend Polnisch und Englisch sprechen. Ich h\u00e4tte Angst gehabt, mehr zu wollen, nach mehr zu greifen, Tr\u00e4ume zu erf\u00fcllen, immer so ehrgeizig zu sein wie ich bin, und Risiken einzugehen. Ich h\u00e4tte nicht so viele Menschen getroffen, nicht so viele Sachen erlebt, und ich w\u00fcrde mich nicht so gut in der Gesellschaft zurechtfinden. Roksana f\u00fcgte hinzu, dass sie dank Implantaten normal wie jede h\u00f6rende Person funktioniert. Sie besucht eins der besten Gymnasien in Polen, eine Klasse mit Mathematik, Physik und EDV als Hauptf\u00e4cher, lebt im Internat, lernt Selbstst\u00e4ndigkeit, f\u00fchlt sich dort wohl und hat viele Freunde. Sie erw\u00e4gt, in der Zukunft an eine Technische Universit\u00e4t zu gehen, und m\u00f6chte im Ausland studieren. Sie h\u00f6rt gerne Musik, entspannt sich dabei; Musik ist f\u00fcr sie eine Form der Unterhaltung. \u2013 Ich kann meine Lieblingslieder mit Implantaten h\u00f6ren; dank diesen Ger\u00e4ten kann ich auch meine Tr\u00e4ume umsetzen, weil ich keine Grenzen sp\u00fcre; ich kann mein eigenes Schicksal gestalten \u2013 wie Roksana ihren Auftritt endet.<\/p>\n<p>Anna Czupryn erf\u00fcllt sicherlich auch ihre Tr\u00e4ume und sagt von sich selbst: &#8211; Ich bin Musikerin, professionelle und erf\u00fcllte Geigerin, die die Musikakademie in Kattowitz in der Violineklasse abgeschlossen hat.<\/p>\n<p>Das Leben von Anna war von der Kindheit an mit Musik gef\u00fcllt, und deshalb verband sie ihre Zukunft damit. Gemeinsam mit ihrem Mann treten sie in einer von ihm gegr\u00fcndeten Volksband Tekla Klebenica auf, die polnische, slowakische, ungarische, zigeunerische Volksmusik mit einer Prise Klassik und Jazz spielt. Seit 2006 ist Ania dort die Hauptgeigerin und S\u00e4ngerin. Mit der Band wurde sie erfolgreich, ver\u00f6ffentlichte mehrere Alben und hatte Konzerttouren in 20 L\u00e4ndern auf vier Kontinenten.<\/p>\n<p>Im Jahr 2017 \u2013 wie Anna unterstreicht \u2013 ereignete sich ein Durchbruch. \u2013 Ich w\u00fcrde es mein kleines Wunder nennen: Ich bekam mein H\u00f6rimplantat. Ich wurde mit einem Defekt des linken Ohres geboren, ich hatte Mikrotie mit Atresie \u2013 wie sie sich erinnert. \u2013 Obwohl ich seit 27 Jahren Geige spiele, h\u00f6rte ich zum ersten Mal erst vor f\u00fcnf Jahren Musik stereophnisch, multidimensional. Dank dem Knochenleitungsimplantat, das mir von Prof. Henryk Skar\u017cy\u0144ski implantiert wurde, h\u00f6rte ich zum ersten Mal die Ger\u00e4usche von der linken Seite. Von nun an erlebe ich meine Musik wieder neu.<\/p>\n<p>Ania bemerkte, wie sich ihr Lebenskomfort ver\u00e4nderte; sie sp\u00fcrt das im Alltag bei gew\u00f6hnlichen Aktivit\u00e4ten, wenn sie z.B. mit jemandem spricht. \u2013 Ich kann mit voller Verantwortung sagen, dass es sich gelohnt hat, diese Entscheidung zu treffen und sich auf M\u00f6glichkeiten des H\u00f6rimplantates zu \u00f6ffnen. Jetzt kann ich Kl\u00e4nge lokalisieren, die aus allen Richtungen kommen; ich nehme die r\u00e4umliche Dimension und die Dynamik des Klangs wahr, was ich fr\u00fcher nicht erleben konnte, da ich nur mit einem Ohr h\u00f6rte. Ich komme nun bei Auftritten unter schwierigeren akustischen Bedingungen wie in gro\u00dfen S\u00e4len mit Echo, Nachhall besser zurecht. Beim Spielen h\u00f6re ich jedes Instrument und kann es lokalisieren, ohne den Kopf zu drehen. Ich f\u00fchle mich viel sicherer auf der B\u00fchne.<\/p>\n<p>Kurz nach der Implantation\u00a0 des Implantats wurde Ania Preistr\u00e4gerin des Festivals \u201eSchneckenrhythmen\u201c. Sie trat sp\u00e4ter mehrmals bei Feierlichkeiten, die f\u00fcr das Institut f\u00fcr Physiologie und Pathologie des Geh\u00f6rs von Bedeutung waren. 2018 spielte sie auch auf einer der Tagungen des Europ\u00e4ischen Parlaments in Br\u00fcssel; sie trat im Duett mit dem Geigenmeister Vadim Brodski auf.<\/p>\n<p>Zum Schluss betonte Anna, dass die Musikbildung die H\u00f6rentwicklung und das Klangbewusstsein die postoperative Rehabilitation beschleunigt, sodass Musikerziehung im Leben eines jeden Menschen, insbesondere derer mit H\u00f6rbehinderung pr\u00e4sent sein sollte. Sie f\u00fcgte hinzu, dass das Implantat f\u00fcr sie ein Wunder der Technik sei, und dankte Professor Henryk Skar\u017cy\u0144ski und dem ganzen Team des Weltzentrums f\u00fcr Geh\u00f6r daf\u00fcr, dass sie es bekommen konnte.<\/p>\n<p>Alle w\u00e4hrend der Konferenz auftretenden Patienten wurden von einer Person und durch einen Ort verbunden: Prof. Henryk Skar\u017cy\u0144ski und Kajetany. Wie sie sagten, werden sie hierher zur\u00fcckkehren, weil sie hier ein neues Leben erhalten haben.<\/p>\n<p><strong>Begleitende Attraktionen<\/strong><\/p>\n<p>Die wissenschaftliche Konferenz wurde durch zahlreiche Attraktionen begleitet, u.a. durch die Gem\u00e4ldeausstellung &#8222;Zwischen den Welten&#8221; von Joanna Turek, einer der Patientinnen des Institutes f\u00fcr Physiologie und Pathologie des Geh\u00f6rs, die die Akademie der Bildenden K\u00fcnste in Krakau als Implantattr\u00e4gerin absolvierte. Auf die j\u00fcngsten wartete Spa\u00df mit Animateuren \u2013 u.a. Malen bunter Tattoos, Seifenblasen und mobile Sinnesuntersuchungskapsel f\u00fcr etwas \u00c4ltere, die ein einzigartiges, multifunktionales Ger\u00e4t ist, mit dem die wichtigsten Sinne an einem Ort gepr\u00fcft werden k\u00f6nnen. Dank diesem Ger\u00e4t kann ein Selbstscreening des Geh\u00f6rs, Sehverm\u00f6gens, Geruchs, Geschmacks und Gleichgewichts durchgef\u00fchrt werden. Sie wurde auf Initiative von Professor Henryk Skar\u017cy\u0144ski entwickelt und von den besten Spezialisten auf dem Gebiet der HNO-Heilkunde, Audiologie und Augenheilkunde, aber auch der Biomedizin-, Material- und Telemedizintechnik unterst\u00fctzt. Eine einzigartige L\u00f6sung bildet das Zentralsystem der Kapsel, das mit dem Patientenportal interagiert werden kann, wo sich der Patient an einem beliebigen Ort \u00fcber seinen Computer, sein Tablet oder Smartphone mit Internetzugang registrieren kann. Im Patientenportal richten die Nutzer ein Konto ein, an das die Befunde der einzelnen Untersuchungen gesendet werden.<\/p>\n<p>Die Screeninguntersuchung des Geschmacks und Geruchs erfreute sich auch eines gro\u00dfen Interesses; sie wurde selbstst\u00e4ndig mit der intuitiven Software Geschmacks- und Geruchstest durchgef\u00fchrt. Das Geruchsuntersuchungskit besteht aus einem einseitig bedruckten Umschlag mit einem Riechtest in Form eines F\u00e4chers aus 6 Streifen, auf denen die vorgesehene Fl\u00e4che mit Duftfarbe bemalt ist. Das Geschmackstest-Kit ist ein einseitig bedruckter Umschlag, der einen Geschmackstest aus 5 Streifen enth\u00e4lt: Einem geschmacksneutralen und 4\u00a0in k\u00fcchen\u00fcblichen Geschmacksl\u00f6sungen getr\u00e4nkten.<\/p>\n<p>Der Geschmack- und Geruchstest ist ein Test, den jeder jederzeit und \u00fcberall durchf\u00fchren kann. Es dauert weniger als zwanzig Minuten und der Anwender erh\u00e4lt seinen Befund. Dieses innovative Tool ist ein wichtiges Element, das die Diagnostik erg\u00e4nzt und die Fr\u00fcherkennung verschiedener Symptome bei Patienten mit einem Risiko der Entwicklung vieler HNO-, neurodegenerativer, psychiatrischer oder onkologischer Krankheiten erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>Die Patienten konnten sich auch mit vielen Ver\u00f6ffentlichungen des Instituts vertraut machen, die sie ebenfalls bestellen konnten. W\u00e4hrend der gesamten Veranstaltung wurden Filme aus den Abschlusskonzerten der fr\u00fcheren Ausgaben des Festivals \u201eSchneckenrhythmen\u201c und der Dokumentarfilm \u201eMeine Mondscheinsonate\u201c unter der Regie von Barbara Kaczy\u0144ska, der k\u00fcnstlerischen Leiterin des Festivals vorgef\u00fchrt, der die Geschichte von Grzegorz P\u0142onka erz\u00e4hlt, eines der musikalisch begabtesten Patienten des Weltzentrums f\u00fcr Geh\u00f6r.<\/p>\n<p>Zum Schluss bedankte sich Prof. Henryk Skar\u017cy\u0144ski bei allen, die an diesem f\u00fcr das Institut wichtigen Tag nach Kajetany kamen, um das wiedergewonnene Geh\u00f6r zu feiern. Die Teilnehmer an diesem Treffen wurden auf einem gemeinsamen Foto festgehalten, das vor dem Haupteingang des Weltzentrums f\u00fcr Geh\u00f6r aufgenommen wurde. Guinness-Rekorde wie vor f\u00fcnf oder zehn Jahren wurden diesmal nicht geschlagen, aber fast jeder Patient, der ein H\u00f6rimplantat tr\u00e4gt, stellt sie viele Male in seinem t\u00e4glichen Leben auf.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum 30. Jubil\u00e4um der ersten Implantation eines Cochlea-Implantates in Polen bei einer geh\u00f6rlosen Person und 20. 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