{"id":21537,"date":"2021-03-03T08:47:17","date_gmt":"2021-03-03T08:47:17","guid":{"rendered":"https:\/\/henrykskarzynski.pl\/?p=21537"},"modified":"2021-04-09T10:53:48","modified_gmt":"2021-04-09T10:53:48","slug":"welttag-des-hoerens-2021","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/henrykskarzynski.pl\/?p=21537&lang=de","title":{"rendered":"Welttag des H\u00f6rens 2021"},"content":{"rendered":"<h4><strong>Wie jedes Jahr feiern wir am 3. M\u00e4rz den Welttag des H\u00f6rens. Der Feiertag wurde vom B\u00fcro zur Pr\u00e4vention von Sehbehinderungen und Geh\u00f6rverlust der Weltgesundheitsorganisation (WHO) initiiert, um das \u00f6ffentliche Bewusstsein bez\u00fcglich Pr\u00e4vention von Taubheit und Geh\u00f6rverlust zu sch\u00e4rfen und Aktivit\u00e4ten zur H\u00f6rvorsorge auf der ganzen Welt zu f\u00f6rdern. Am Vorabend der Feierlichkeiten ver\u00f6ffentlichte die WHO ihren ersten Welt-H\u00f6rbericht. <\/strong><\/h4>\n<p>Aus dem Bericht ergeht, dass bis 2050 die Zahl der Menschen mit unterschiedlichen H\u00f6rproblemen auf mehr als 2,5 Milliarden ansteigen wird. Wenn keine effektiven Pr\u00e4ventions- und Behandlungsma\u00dfnahmen ergriffen werden, werden mindestens 700 Millionen dieser Menschen eine dauerhafte Betreuung und H\u00f6rrehabilitation ben\u00f6tigen. Die \u00fcberw\u00e4ltigende Mehrheit dieser Menschen wird in L\u00e4ndern mit niedrigem oder mittlerem Einkommen leben, in denen der Zugang zu notwendigen medizinischen Leistungen fehlt.<\/p>\n<p>In den meisten L\u00e4ndern sind HNO-Heilkunde und Audiologie nicht Teil der \u00f6ffentlichen Gesundheitsvorsorge, so dass der Zugang zur Diagnostik und Behandlung von Ohrerkrankungen und H\u00f6rst\u00f6rungen schwierig ist. Das gr\u00f6\u00dfte Problem ist jedoch der Mangel an gut ausgebildeten Fachkr\u00e4ften. Von den L\u00e4ndern mit niedrigem Einkommen haben etwa 78 % weniger als einen HNO-Arzt pro 1 Million Einwohner; 93 % haben weniger als einen Audiologen pro 1 Million Einwohner. Nur 17% dieser L\u00e4nder haben einen oder mehr Logop\u00e4den pro 1 Million Einwohner und 50% einen oder mehr Surdop\u00e4dagogen. Selbst in L\u00e4ndern mit einer relativ gro\u00dfen Anzahl von Fachkr\u00e4ften, die sich mit Behandlung von H\u00f6rst\u00f6rungen befassen, hat nicht jeder Patient einen gleich einfachen Zugang zu ihnen.<\/p>\n<p>Diese L\u00fccke kann minimiert werden, indem Betreuung von Menschen mit H\u00f6rst\u00f6rungen in die allgemeine Gesundheitsvorsorge integriert und zug\u00e4nglicher gemacht wird, u. a. mit Hilfe von telemedizinischen Ma\u00dfnahmen, die sich bei der COVID-19-Pandemie von einer technologischen Neuheit zu einem unverzichtbaren Instrument beim Patientenkontakt entwickelt haben.<\/p>\n<p>\u201e<em>Ich bin davon \u00fcberzeugt, dass diese \u00c4nderung f\u00fcr die Patienten von gro\u00dfem Nutzen sein wird, auch nachdem die Pandemie vorbei ist<\/em>\u201c, sagt Prof. Henryk Skar\u017cy\u0144ski, Gr\u00fcnder und Direktor des Welth\u00f6rzentrum des Instituts f\u00fcr Physiologie und Pathologie des Geh\u00f6rs. \u201e<em>Es gibt kein Gesundheitssystem auf der Welt, das jedem von uns den gleichen Zugang zu Fach\u00e4rzten im herk\u00f6mmlichen Sinne erm\u00f6glicht, und es wird auch keins geben. Vor diesem Hintergrund begann ich vor \u00fcber 20 Jahren mit der Teleberatung und suchte nach einer M\u00f6glichkeit, unsere Behandlungsleistungen, insbesondere die H\u00f6rrehabilitation, f\u00fcr die Patienten so zug\u00e4nglich wie m\u00f6glich zu machen. Die Telemedizin schien bereits damals der einzige Weg zu sein, um Kosten zu senken, die Reisezeit und die Entfernung, die ein Patient zur\u00fccklegen musste, um einen Facharzt zu erreichen, zu reduzieren und gleichzeitig den Patienten ein H\u00f6chstma\u00df an Service zu bieten. Derzeit hat sich die Situation verbessert, weil wir dieses System um die E-Beratung und die E-Vorstellung erweitert haben, die nat\u00fcrlich dank der Finanzierung durch den Nationalen Gesundheitsfonds f\u00fcr die Patienten kostenlos sind. Die COVID-19-Epidemie hat dazu gef\u00fchrt, dass wir nicht nur \u00fcber etwas diskutieren, sondern es immer universeller umsetzen, indem wir unsere Einrichtungen und unsere beiden Telemedizin-Studios systematisch verbessern\u201c, \u00a0<\/em>f\u00fcgt Prof. H. Skar\u017cy\u0144ski hinzu.<\/p>\n<p>Der diesj\u00e4hrige Welttag des H\u00f6rens steht unter dem Motto \u201eZug\u00e4ngliche Behandlung und Rehabilitation f\u00fcr alle: Screening, Rehabilitation und Kommunikation\u201c. Aufgrund der Einschr\u00e4nkungen durch die herrschenden Pandemie werden die Feierlichkeiten haupts\u00e4chlich online stattfinden. Die Veranstalter hoffen, dass diese Form der Kommunikation vor allem junge Menschen anspricht, an die sich ein gro\u00dfer Teil der Bildungs- und Aufkl\u00e4rungsaktivit\u00e4ten richtet. Viele der Ursachen, die zu H\u00f6rverlust bei Kindern und Jugendlichen f\u00fchren, sind vermeidbar. Die WHO sch\u00e4tzt, dass 60% der H\u00f6rverluste in dieser Gruppe durch zu lautes Musikh\u00f6ren, insbesondere mit In-Ear-Kopfh\u00f6rern, verursacht werden.<\/p>\n<p><em>\u201eProbleme im Zusammenhang mit H\u00f6rst\u00f6rungen sind zu Beschwerden geworden, die wir sehr oft als Zivilisationskrankheiten bezeichnen k\u00f6nnen\u201c,<\/em> &#8211; betont Prof. H. Skar\u017cy\u0144ski. \u201e<em>Fr\u00fcher war es normal, dass es bei einem 70-j\u00e4hrigeren zum H\u00f6rverlust kam. Die gegenw\u00e4rtige zivilisatorische Entwicklung, der allumfassende Umweltl\u00e4rm, In-Ear-Kopfh\u00f6rer, laute Musik schon seit der fr\u00fchen Kindheit verursachen, dass sich die Grenze von 70 auf ein Alter von 50 verschiebt.\u201c<\/em><\/p>\n<p>In Polen ist das Institut f\u00fcr Physiologie und Pathologie des Geh\u00f6rs, das in diesem Jahr sein 25-j\u00e4hriges Bestehen feiert, f\u00fchrend unter den Institutionen und Krankenh\u00e4usern, die verschiedene Arten von H\u00f6rst\u00f6rungen behandeln. Es ist eine Einrichtung mit einer sehr hohen Stellung im In- und Ausland, in der beinahe eine halbe Million unterschiedlicher chirurgischer Eingriffe, mehr als 4 Mio. Untersuchungen und Beratungen durchgef\u00fchrt worden sind, und das Institut betreut u.a. mehr als 10 Tausend Implantattr\u00e4ger. Seit ca. 20 Jahren werden hier weltweit die meisten Eingriffe im Bereich Otochirurgie, d.h. h\u00f6rverbessernde Operationen, durchgef\u00fchrt. Im Institut sind mehrere nationale und internationale Projekte, wegweisende wissenschaftliche und klinische Programme, deren Ergebnisse neue Ma\u00dfst\u00e4be f\u00fcr das Therapiemanagement setzen, umgesetzt worden,\u201c<\/p>\n<p>Das Institut war einer der Hauptpartner des 1998 in Mailand verabschiedeten Europ\u00e4ischen Wissenschaftlichen Konsenses \u00fcber die Fr\u00fcherkennung von H\u00f6rfehlern bei Neugeborenen und 2011 der Hauptinitiator der Unterzeichnung des Europ\u00e4ischen Wissenschaftlichen Konsenses \u00fcber die Erkennung von H\u00f6r-, Seh- und Sprachst\u00f6rungen in Warschau w\u00e4hrend der polnischen EU-Pr\u00e4sidentschaft, was durch die Annahme dieses Vorschlags durch den Europarat in Form von \u201eSchlussfolgerungen des zur Fr\u00fcherkennung und Behandlung von Kommunikationsst\u00f6rungen bei Kindern, einschlie\u00dflich des Einsatzes von e-Health-Instrumenten und innovativer L\u00f6sungen\u201c best\u00e4tigt wurde.<\/p>\n<p>Es ist erw\u00e4hnenswert, dass Prof. Henryk Skar\u017cynski und Prof. Piotr Skar\u017cynski die Gr\u00fcndungsmitglieder des World Hearing Forums sind, das unter der Schirmherrschaft der WHO arbeitet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie jedes Jahr feiern wir am 3. 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