{"id":16543,"date":"2017-02-25T08:00:34","date_gmt":"2017-02-25T08:00:34","guid":{"rendered":"https:\/\/henrykskarzynski.pl\/?p=16543"},"modified":"2017-03-10T14:55:57","modified_gmt":"2017-03-10T14:55:57","slug":"internationaler-tag-des-cochlea-implantats","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/henrykskarzynski.pl\/?p=16543&lang=de","title":{"rendered":"Internationaler Tag des Cochlea-Implantats"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Auf den 25. Februar lfd. J., zum 60. Jubil\u00e4um der weltweit ersten Implantation eines Cochlea-Implantats f\u00e4llt der Internationale Tag des Cochlea-Implantats. In Polen wurde die erste das Geh\u00f6r wiederherstellende Operation unter Anwendung der Technologie bei einer geh\u00f6rlosen Person am 16. Juli 1992, d.i. vor 25 Jahren von Prof. Henryk Skar\u017cy\u0144ski durchgef\u00fchrt. <\/strong><strong>Ein Tag sp\u00e4ter bekam das erste geh\u00f6rlose Kind das Cochlea-Implantat zum ersten Mal in Polen. <\/strong><strong>Der Internationale Tag des Cochlea-Implantats wird weltweit gefeiert, um Menschen mit Geh\u00f6rsch\u00e4den zu zeigen, wie viele Vorteile die Implantation hat und wie sie das Leben verbessern kann.<\/strong><\/h3>\n<p>Die weltweit erste Operation wurde am 25. Februar 1957 in Paris vom franz\u00f6sischen Ohrchirurgen Charles Eyries in Zusammenarbeit mit dem medizinischen Physiker Andre Djourno vorgenommen. Das implantierte Ger\u00e4t lie\u00df keine Sprache verstehen, sondern gab nur das Gef\u00fchl der Ger\u00e4usche aus der Umgebung und wurde wegen der allgemeinen Entt\u00e4uschung des Patienten entfernt. Trotz der technisch eingeschr\u00e4nkten M\u00f6glichkeiten des Ger\u00e4tes sahen die Forscher Potential in dem Experiment. Durch die Leistungen der Franzosen inspiriert, nahm Prof. Wiliam House weitere Forschungen an der Universit\u00e4t Los Angeles auf. Das von ihm geleitete Team implantierte 1961 zwei Patienten Elektroden, die die Stimulation des H\u00f6rnervs erm\u00f6glichten. Der vorher mit House zusammenarbeitende John Doyle f\u00fchrte 1964 zum ersten Mal eine Elektrode in das Innere der Cochlea ein. House startete 1972 das weltweit erste Programm der Behandlung des H\u00f6rverlustes mit serienm\u00e4\u00dfig produzierten Cochlea-Implantaten in den Vereinigten Staaten. Ein \u00e4hnliches Programm wurde in Europa 1973 von Cloud-Henri Chouard in Paris und 1975 von Kurt Burian in Wien gestartet.<\/p>\n<p>Polen schloss sich der ehrenvollen Gruppe 1992 an, als Prof. Henryk Skar\u017cy\u0144ski die bahnbrechende Operation der Implantation eines Cochlea-Implantats bei einer geh\u00f6rlosen Person durchf\u00fchrte und nicht nur vielen Tausenden Geh\u00f6rlosen eine Chance gab, sondern auch das Programm der Behandlung des vollst\u00e4ndigen H\u00f6rverlustes hierzulande startete. Dieser Eingriff bildete einen Durchbruch in der polnischen Ohrchirurgie. W\u00e4re es erfolglos geblieben, so w\u00e4re das Programm f\u00fcr weitere Jahre aufgegeben worden. Und ein eventueller Erfolg w\u00fcrde einen enormen Ansporn f\u00fcr die Entwicklung der Ohrchirurgie, Audiologie, Rehabilitation und Fr\u00fchdiagnostik von H\u00f6rsch\u00e4den bei Neugeborenen bedeuten. Dem sehr komplexen, viele Spezialisten beanspruchenden Programm schlossen sich immer mehr Spezialisten &#8211; \u00c4rzte, Psychologen, Logop\u00e4den, P\u00e4dagogen, Ingenieure und Audioprothetiker an. Die Vorbereitungen f\u00fcr die erste Implantation eines Cochlea-Implantates bei einer geh\u00f6rlosen Person dauerten zwei Jahre.<\/p>\n<p>\u2013 <em>Unabh\u00e4ngig von der Vorbereitung und vom Glauben an eigene Kr\u00e4fte (ich war damals doch ein junger Dozent) war die Operation \u2013 wie jeder bahnbrechende Eingriff \u2013 mit einem Risiko verbunden, dass etwas Unvorhergesehenes passiert, dass etwas nicht gelingt. Und ein Misserfolg, der sich nicht aus meinem Unwissen, fehlender Vorbereitung oder mangelnden F\u00e4higkeiten, sondern aus anderen objektiven Gr\u00fcnden ergibt, h\u00e4tte bedeutet, dass die Umsetzung des Programms der Implantate f\u00fcr einige Jahre in Polen eingestellt wird. Mir w\u00e4re es auch nicht gelungen, einen neuen Ansatz in der Ohrchirurgie zu etablieren; neue Ma\u00dfnahmen, Gr\u00fcndung neuer Zentren, Einrichtungen, Institutionen, wissenschaftlicher Teams, neuer Kliniken, Institute, Labore w\u00e4ren nicht m\u00f6glich. Deshalb war die Bedeutung der ersten Operation im Jahr 1992 so gro\u00df \u2013 <\/em><em>wie sich<\/em> Prof. Skar\u017cy\u0144ski an das Ereignis erinnert.<\/p>\n<p>Dank dem Erfolg der ersten Operationen wurde die Umsetzung des Programms der Cochlea-Implantate und dann das riesige Programm der modernen Ohrchirurgie und Audiologie gestartet. Prof. Henryk Skar\u017cy\u0144ski trug zur Entstehung solcher medizinischen Einrichtungen mit bereits internationalem Ruf wie das Institut f\u00fcr Physiologie und Pathologie des Geh\u00f6rs, das heute \u00fcber 5 Tsd. Cochlea-Implantat-Tr\u00e4ger betreut. Im Institut wurden ca. 400 Tsd. chirurgische Prozeduren durchgef\u00fchrt. In den letzten 20 Jahren wurden knapp 200 verschiedene neue klinische Projekte in die allt\u00e4gliche klinische Praxis umgesetzt, darunter fast alle innovativen L\u00f6sungen aus dem Bereich der Implantologie in der Ohrchirurgie. Polnische Patienten sind die weltweit ersten bzw. einige von den weltweit ersten, die Zugang zu den modernsten medizinischen Technologien haben. Heute ist das Institut auch ein Prestige-Didaktik- und Schulungszentrum, wohin \u00c4rzte aus allen Kontinenten kommen, um hier chirurgische Techniken und medizinische Prozeduren zu lernen, die von Prof. Henryk Skar\u017cy\u0144ski erarbeitet wurden.<\/p>\n<p>Die Feierlichkeiten anl\u00e4sslich des 25. Jubil\u00e4ums der ersten Implantation eines Cochlea-Implantates von Prof. Henryk Skar\u017cy\u0144ski finden das ganze Jahr 2017 hindurch statt und umfassen eine ganze Reihe wissenschaftlicher und k\u00fcnstlerischer Veranstaltungen. Das Weltzentrum f\u00fcr Geh\u00f6r veranstaltet u.a.: Wissenschaftliche Konferenz der Wissenschaftlichen Gesellschaft der Polnischen HNO-Fach\u00e4rzte, Phoniater und Audiologen unter Beteiligung ausl\u00e4ndischer G\u00e4ste, 1st World Tinnitus Congress, XII International Tinnitus Seminar, 25th International Evoked Response Audiometry Study Group Biennial Symposium, 12. Forschungs- und Schulungskonferenz der Audiologischen und Phoniatrischen Session der Polnischen Gesellschaft der HNO-Fach\u00e4rzte, Kopf- und Halschirurgen, Internationales Symposium Bonebridge&amp;Soundbridge, 3. Internationale Wissenschaftliche Konferenz \u201eH\u00f6rimplantate und Musik\u201d, Internationale Musikworkshops und 3. Internationales Musikfestival &#8222;Schneckenrhythmen&#8221; f\u00fcr Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit H\u00f6rst\u00f6rungen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Auf den 25. Februar lfd. J., zum 60. 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