Prof. Henryk Skarżyński auf dem Kongress der Gesundheitlichen Herausforderungen

Home / News / Prof. Henryk Skarżyński auf dem Kongress der Gesundheitlichen Herausforderungen

Prof. Henryk Skarżyński auf dem Kongress der Gesundheitlichen Herausforderungen

Prof. Henryk Skarżyński auf dem Kongress der Gesundheitlichen Herausforderungen

Vom 18. bis zum 20. Februar 2016 fand der Kongress der Gesundheitlichen Herausforderungen (HCC, Health Challenges Congress) in Kattowitz statt. Der Health Challenges Congress ist eine Initiative, die eine breite, multi- und interdisziplinäre Debatte u.a. von Politikern, Ärzten, Vertretern der akademischen Welt, Industrie und Medien ermöglichen soll. Wovon hängt unser Gesundheitszustand ab? Es ist eine der wichtigsten Fragen, die die Teilnehmer an der mehr als 50 Kongresssessionen zu beantworten versuchten. An den Paneldiskussionen beteiligten sich ca. 250 Vortragende. Zu den besonderen Gästen gehörte u.a. Vytenis Andriukaitis, EU-Kommissar für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit.

Prof. Henryk Skarżyński wurde zur Teilnahme am Diskussionspanel “Telemedizin – ausgewählte rechtliche und finanzielle Fragen” eingeladen, im Rahmen dessen die Gäste solche schwierigen Fragen zu beantworten versuchten wie: “Was ist die Telemedizin?”, “Welche künftigen Probleme und Herausforderungen zieht die Verbreitung dieser medizinischen Instrumente nach sich?” und “Wie soll die Telemedizin finanziert werden?”. Die Diskussion eröffnete die Information, dass telemedizinische Leistungen nach der Änderung der Rechtslage nun vorschriftsmäßig erbracht werden können.

Prof. Henryk Skarżyński stellte den Panelteilnehmern als der erste Vortragende Fragen, die mit verschiedenen Dimensionen der telemedizinischen Maßnahmen verbunden sind, die telemedizinische Dienstleistung an sich und vor allem die Wirkungsweise und das Wesen des Teleaudiologischen Landesnetzes dar, das im Rahmen des Weltzentrums für Gehör funktioniert.

Die Telemedizin kann verschiedene Dimensionen haben. Die erste ist die lokale, d.i. die Erbringung von Leistungen via Internet in einer Einrichtung oder einem Krankenhauskomplex. Die zweite ist die regionale; ein Beispiel dafür bildet die Tätigkeit des Zentrums für Herzkrankheiten in Zabrze – wie Prof. Skarżyński während des Panels erklärte. – Wir können es auch mit einer landesweiten Dimension, das heißt mit einem Netz von Zentren zu tun haben. Seit 2007 vertrete ich ein solches Zentrum, das weltweit das erste derartige System im Bereich der Audiologie ist. Und schließlich können wir von einer internationalen Dimension sprechen, deren Beispiel unser Programm des Hörscreenings bei Kindern auf vier Kontinenten ist.

Während des Panels wurden auch Fragen der Ersparnisse, die sich aus der Anwendung der Telemedizin ergeben, und das Thema des Marktes telemedizinischer Lösungen in Polen und ausgewählten Ländern angeschnitten.

Zum Abschluss der Diskussion sagte Prof. Skarżyński: – Die Telemedizin ist nicht nur eine konkrete Hilfe für einen konkreten Patienten. Es ist vor allem die Chance für die Beurteilung gewisser Erscheinungen. Ohne Verwendung moderner teleinformatischer Technologien ist eine rationelle staatliche Gesundheitspolitik schwer zu führen. Ein Beispiel dafür bilden unsere Tätigkeit und ihre Ergebnisse. Wenn das Hörscreening bei ca. 1 Mio. Kindern in ganz Polen die Information ergibt, dass jedes 5. Kind irgendwelche Hör- und Kommunikationsprobleme hat, so sind das nicht nur statistische Angaben, deren Quelle eine Arztpraxis ist, sondern das ist vor allem ein Gesamtbild einer Erscheinung, das für die Gestaltung der staatlichen Gesundheitspolitik von Bedeutung ist. Dank der Telemedizin können wir günstige Screeningsuntersuchungen ganzer Populationen anstellen und dadurch z.B. Argumente dafür liefern, wie die gesundheitsfördernde Politik in unserem Land aussehen soll sagte Prof. Henryk Skarżyński.

Am Panel beteiligten sich u.a.: Krzysztof Kurek, Medizinischer Geschäftsführer der Gruppe LUXMED, Piotr Lubijewski, Direktor des Programms E-Health Orange, Wojciech Matusewicz, Präsident der Agentur für die Bewertung Medizinischer Technologien und Tarifikation, Prof. Ryszard Piotrowicz, Leiter des Klinikums für Kardiologische Rehabilitation und Nichtinvasive Elektrokardiologie des Kardiologischen Institutes in Warschau, Prof. Henryk Skarżyński und Wojciech Zawadzki, Leiter des Departements für Gesundheitliche Leistungen des Nationalen Gesundheitsfonds.

Am ganzen Kongress nahmen außerdem u.a. Vertreter des Gesundheitsministeriums, des polnischen Nationalen Gesundheitsfonds, der Agentur für die Bewertung Medizinischer Technologien und Tarifikation, Landesberater und Leiter von Kliniken, Vertreter der WHO, von medizinischen Einrichtungen und Hochschulen, Forschungszentren, Unternehmen, die in der medizinischen und pharmazeutischen Branche tätig sind, sowie Patientenorganisationen teil. Der Kongress der Gesundheitlichen Herausforderungen wurde durch die Gruppe PTWP S.A. veranstaltet, die u.a. die Monatszeitschrift und das Portal “Rynek Zdrowia” (dt. “Gesundheitsmarkt”) herausgibt.