Neue “Freunde für alle Zeiten”

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Neue “Freunde für alle Zeiten”

Neue “Freunde für alle Zeiten”

Die Tafel “Freunde für alle Zeiten” bildet eine Form der Danksagung von Prof. Henryk Skarżyński an diejenigen, die seine Tätigkeit für Personen mit Hörstörungen unterstützt haben. Die Tafel begrüßt Gäste des Weltzentrums für Gehör und erinnert an bekannte Persönlichkeiten, Künstler, herausragende Wissenschaftler, die einen besonderen Beitrag zur Entstehung und Entwicklung des Institutes für Physiologie und Pathologie des Gehörs leisteten. Der Kreis der Freunde für alle Zeiten wird immer größer. In der letzten Zeit haben sich ihm vier herausragende Wissenschaftler angeschlossen: Prof. Wanda Bochenek, Dr. Agnieszka Szczepek, Prof. Roger Thornton und Prof. Stavros Hatzopoulos. Ihre Namensschilder enthüllten sie am 23. Mai 2017 während Feierlichkeiten in Kajetany, die die zwei internationale Treffen 1st World Tinnitus Congress und 25. International Evoked Response Audiometry Study Group Biennial Symposium begleiteten.

 

Prof. Wanda Bochenek: Eine herausragende Spezialistin im Bereich der Audiologie, die zu den herausragendsten polnischen Audiologen des 20. Jahrhunderts und polnischen Pionieren der elektrophysiologischen Höruntersuchungen gezählt wird. Ihr gesamtes wissenschaftliches Leben widmete sie der Zusammenarbeit mit der Medizinischen Universität Warschau (ehem. Medizinische Akademie). Im HNO-Klinikum leitete sie lange Jahre das Audiologische Labor. In den 60. und 70. Jahren konzentrierten sich ihre wissenschaftlichen Interessen auf akustisch evozierte Potenziale, Impendanzaudiometrie, sonomotorischen Reflex und Elektrocochleographie. Lange war sie Mitglied des Komitees für Akustik der Polnischen Akademie der Wissenschaften. Später befasste sie sich mit der elektrischen Stimulation des Gehörs unter Anwendung des elektrophonischen Effekts und mit otoakustischen Emissionen. Prof. Bochenek ist Mitautorin von Geräten zur elektrischen Stimulation des Gehörsystems. An der Medizinischen Universität Warschau trug sie zur Entwicklung eines Gerätes bei, das otoakustische Emissionen aufzeichnen lässt. Sie war eine der Initiatorinnen der ERA Gruppe der Länder des ehemaligen Ostblocks. Sie sorgte immer für eine gute wissenschaftliche Zusammenarbeit mit französischen Wissenschaftlern und der IERASG Gruppe.

Dr. Agnieszka Szczepek: Herausragende Spezialistin vom Universitätskrankenhaus Charité in Berlin. Absolventin der Universität Warschau und University of Alberta in Kanada. Dr. Szczepek arbeitete auch im Fachbereich Molekulare Biologie am Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie in Berlin, an der Anästhesiologischen Fakultät im Medizinischen Zentrum der University of Texas, Medizinischen Fakultät der University of Adelaide in Australien, Immunologischen Fakultät der University of Alberta in Edmonton in Kanada. Ihre Forschungsinteressen umfassen u.a. mitochondriale Medizin, molekulare Diagnostik, Mechanismen und Prophylaxe von Entzündungsprozessen bei neurosensorischen Störungen und bei Ototoxizität. Dr. Szczepek ist Mitglied von 4 wissenschaftlichen Gesellschaften und Rezensentin in 8 wissenschaftlichen Zeitschriften. Sie ist Autorin von zwei Patenten, 70 Publikationen und 6 Buchkapitel.

Prof. Roger Thornton: Ein herausragender Wissenschaftler und einer der führenden internationalen Experten im Bereich von Höruntersuchungen. Er beschäftigt sich vor allem mit der Audiometrie der akustisch evozierten Potenziale. Prof. Thornton begann seine wissenschaftliche Karriere an der University of Southampton. Zusammen mit anderen Forschern ist er Autor fundamentaler Arbeiten zu elektrophysiologischen Erscheinungen in der Cochlea. Er führte auch Untersuchungen zu otoakustischen Emissionen und – als einer der ersten – zu Cochlea-Implantaten durch. Viele Jahre lang leitete er das Institute of Hearing Research in Southampton. Heute nimmt er weiterhin als emeritierter Professor an Forschungsprojekten an der School of Medice teil. Prof. Thornton ist seit 1997 Mitglied von IERASG. 2001 r. wurde er Vorsitzender des IERASG Board und hatte dieses Amt bis 2009 inne. Er ist Autor von über 300 wissenschaftlichen Artikeln, die meisten beziehen sich auf akustisch evozierte Potentiale und otoakustische Emissionen. Er publizierte auch über zehn Monographien und Lehrbücher auf dem Gebiet der Elektronik, Akustik und Elektrophysiologie.

Prof. Stavros Hatzopoulos von der Fakultät für Audiologie und HNO-Heilkunde der Universität Ferrara in Italien befasst sich mit der biomedizinischen Ingenieurtechnik, audiologischen Ingenieurtechnik und Hörlehre. Er entwickelte viele neue Untersuchungsmethoden im Bereich der klinischen Anwendung otoakustischer Emissionen. Er ist Autor von 185 Buchkapiteln, Artikeln und Konferenzvorträgen. Er nahm an zahlreichen internationalen Forschungsprojekten zu otoakustischen Emissionen, Genetik und Nanotechnologie teil. Als Chefredakteur leitet er das Portal „Otoacoustic Emissions” und als Redakteur die audiologische Sparte in der Zeitschrift „Journal of Hearing Science”. Seit vielen Jahren arbeitet er mit dem Institut für Physiologie und Pathologie des Gehörs im Bereich der Messprotokolle und Prozeduren zusammen, die otoakustische Emissionen, akustisch evozierte Potenziale und andere Höruntersuchungen betreffen.