15. Jubiläum der Eröffnung des Internationalen Hör- und Sprachzentrums

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15. Jubiläum der Eröffnung des Internationalen Hör- und Sprachzentrums

15. Jubiläum der Eröffnung des Internationalen Hör- und Sprachzentrums

Am 22. Mai feiern wir das 15. Jubiläum der Eröffnung des Internationalen Hör- und Sprachzentrums. Nach sieben Jahren Sammlung von hauptsächlich eigenen, durch das Team unter der Leitung von Prof. Henryk Skarżyński erarbeiteten Geldmitteln wurde das Internationale Hör- und Sprachzentrum in Kajetany erbaut und zur Nutzung freigegeben. Im Mai 2003 war es bereit, die ersten Patienten zu behandeln und das einige zehn Personen zählende Team konnte stolz sagen: „Endlich unter den eigenen vier Wänden!“.

Die feierliche Eröffnung der Einrichtung fand auf der 7. Internationalen Konferenz über Cochlea-Implantate und Audiologische Medizin statt. Nach Kajetany kamen einige hundert Gäste aus der Welt der Wissenschaft, Politik, Kirche und der Medien.

Der bereits verstorbene Red. Krzysztof Zbytniewski berichtete so über das Ereignis in den Spalten der Zeitung „Super Express“: „(…) Das Gesundheitswesen pfeift auf dem letzten Loch und Prof. Henryk Skarżyński eröffnet heute das Internationale Hör- und Sprachzentrum bei Warschau – ein Klinikum des 22. Jahrhunderts. Nicht für Reiche, sondern für uns – normale Patienten. (…) Der schlanke 49-jährige schläft 5,5 Stunden täglich und isst nur einmal in der Woche mit der Familie zu Mittag. Er führt aber über zehn Operationen täglich und lässt Patienten wieder hören. Prof. Skarżynski beschaffte über 43 Millionen für das Zentrum. Den meisten Teil verdiente er selbst mit seinem jungen Team. Wie? Sie arbeiten zweimal so viel wie andere Krankenhäuser. Dafür haben wir Patienten jetzt ein „kosmisches“ Klinikum und einen Beweis dafür, dass es die Polen schaffen können.“

Die besondere Mission des internationalen Zentrums war von Anfang an mit unseren Chancen und  Bestrebungen in dem vereinigten Europa verbunden. Das klinische Programm des Zentrums umfasst eine breite Zusammenarbeit mit praktisch allen europäischen Ländern im Bereich der Kostenoptimierung und Therapieeffekte in Bezug auf solche Probleme wie: Gehörverlust und hochgradige Schwerhörigkeit, Sprachstörungen beim Stottern, Stimmstörungen, Tinnitus, Schwindel und Gleichgewichtsstörungen, Möglichkeiten der rekonstruktiven Chirurgie bei der Behandlung angeborener und erworbener Ohrdefekte.

Anlässlich des runden Jubiläums können wir stolz sagen, dass wir die Chance nicht vergeudet haben. Bereits im ersten Jahr der Tätigkeit des Internationalen Zentrums fanden einmalige Ereignisse statt: Ich führte die weltweit erste Operation der Implantation eines Cochlea-Implantates bei einem Kind mit partiellem Hörverlust durch und implantierte das erste Mittelohrimplantat in Polen; zusammen haben wir das telemedizinische Programm “Die häusliche Rehabilitationsklinik” entwickelt und eine Reihe inländischer Konferenzen für Personen mit Tinnitus und Hyperakusie veranstaltet – wie sich Prof. Henryk Skarżyński erinnert. – Jeder nächste Schritt brachte neue Herausforderungen, riesige internationale wissenschaftliche Veranstaltungen, interessante Forschungsvorhaben mit sich. Unsere Leistungen im Bereich der Wissenschaft und Forschung, Umsetzung, Didaktik und Organisation wurden mehrmals durch polnische und ausländische medizinische, wirtschaftliche, wissenschaftliche Kreise und Medien ausgezeichnet. Ich habe beschlossen, die Chance zu nutzen, denn man soll immer hoch hinaus wollen. So entstand das Weltzentrum für Gehör, die ich von Anfang an in vielen Dimensionen sah. Ich wollte, dass die Entstehung der Einrichtung durch die wissenschaftliche Aktivität die Gestaltung eines neuen Images und Position der polnischen Medizin und Wissenschaft weltweit garantiert und neue Richtungen der Tätigkeit bestimmt – wie Prof. Skarżyński sagt.

Der Eröffnung ging ein Treffen von Vertretern der Medien voraus, auf dem die Mission des Internationalen Zentrums, das wissenschaftliche, klinische und didaktische Programm präsentiert wurden und interessierte Journalisten das supermoderne Objekt besichtigen konnten.

Die feierliche Eröffnung wurde durch die Anwesenheit folgender Persönlichkeiten geehrt: Prof. Wiesław Chrzanowski, ehemaliger Marschall des Sejms der Republik Polen, Prof. Andrzej Stelmachowski, ehemaliger Marschall des Senats der Republik Polen, Bischof Alojzy Orszulik, Prof. Barbara Błońska-Fajfrowska, Vorsitzende des Sejmkommission für Gesundheit, Dr. Maciej Tokarczyk, Vertreter des Regierungschefs, stellvertretender Gesundheitsminister, Sergiusz Najar, Untersekretär im Ministerium für Infrastruktur, Sylweriusz Królak, Untersekretär im Justizministerium, Marek Kossowski, stellvertretender Minister für Wirtschaft, Arbeit und Sozialwirtschaft, Barbara Misterska-Dragan, stellvertretende Staatsschatzministerin, Dr. Krzysztof Szamałek, Staatssekretär im Umweltschutzministerium, Dr. Leszek Juchniewicz, Vorsitzender der Regulierungsbehörde für Energie , Leszek Mizieliński, Woiwode der Woiwodschaft Masowien, Roman Sroczyński, Vorstandsvorsitzender des Staatlichen Fonds für Rehabilitation Behinderter, J.E. Patrick Lawless, Australischer Botschafter in Polen, Botschafter Włodzimierz Konarski, Mitpräsident der Stiftung der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit, Dr. Zdzisław Góralczyk, Polnischer Botschafter in China, Prof. Ryszard Zimak, Rektor der Frédéric-Chopin-Musikakademie in Warschau, Prof. Ryszard Tadeusiewicz, Rektor der Bergbau- und Hüttenakademie Krakau, Prof. Leszek Pączek, stellvertretender Rektor der Musikakademie Warschau, Prof. Grzegorz Opolski, Prof. Andrzej Strzelecki, Prof. Stefan Kruś, Prof. Walerian Staszkiewicz und viele andere. Unter ausländischen Gästen waren die Weltspitze der Otiater und Audiologen aus allen Kontinenten, Vertreter der internationalen und europäischen wissenschaftlichen Gesellschaften und wichtigsten Zentren in Europa, Amerika, Asien und Australien.

Über das Phänomen des Internationalen Hör- und Sprachzentrums schrieb auch Red. Irena Fober von der Zeitschrift „Przegląd Techniczny“: „Wir haben nun eine medizinische Einrichtung, um die uns das ganze Europa beneiden kann. Das vor einigen Wochen in Kajetany bei Warschau eröffnete Zentrum für Personen mit Sprach- und Hörstörungen ist eins der weltweit größten und modernsten derartigen Zentren. Wenn wir so weit in die Zukunft sehen können, so können wir sagen, dass es  entsprechend dem 22. Jahrhundert gestaltet wurde. Innerhalb eines Tages kann das Zentrum ca. 500 Patienten betreuen und über zehn Operationen durchführen. Als vor 11 Jahre die erste gehörwiederherstellende Operation in Polen und Mittel- und Osteuropa bei einer völlig gehörlosen Person durch das Team von Prof. Skarżyński durchgeführt wurde, wurde das Team zur Elite der internationalen HNO-Heilkunde. Es wurde klar, dass man jetzt etwas Imposantes tun muss, damit die Leistung nicht verschwendet wird. (…) Das Zentrum hat seine eigene Wasserfassung, Gas- und Ölheizkeller und eine lokale Kläranlage. Auch wenn hier alles (Hotelzimmer, Bäder, Kantine in Buffetform, umliegender Wald, Tennisspielplätze und Pferde für die Hippotherapie) wie ein Klinikum für sehr Reiche aussieht, kann jeder die medizinische Betreuung im Zentrum für sich in Anspruch nehmen, wenn er nur eine Einweisung vom Hausarzt hat.“

Der bereits verstorbene Minister Maciej Tokarczyk sagte bei der Eröffnung des Zentrums und Vorlesung des Schreibens des polnischen Ministerpräsidenten u.a. Folgendes: „Ich gratuliere Herrn Professor Henryk Skarżyński zur Gründung des Internationalen Zentrums und bin zutiefst überzeugt, dass das ehrgeizige und vielseitige Programm des Zentrums als Fortsetzung der herausragenden Leistungen der Spezialisten des von Prof. Skarżyński geleiteten Institutes für Physiologie und Pathologie des Gehörs zur geplanten und erwünschten Visitenkarte der polnischen Medizin europa- und weltweit wird.“

Einen besonders wichtigen Augenblick während der Feier machte die die Enthüllung der Tafeln der „Freunde für Alle Zeiten“ aus, die zeigte, dass viele im Laufe der Jahre die Entstehung des Zentrums mit ihrer Autorität und organisatorischen Maßnahmen unterstützen. Die Tafeln, die ihren Beitrag unvergesslich machen, enthalten viele bekannte Namen. Dazu gehören u.a.: Hanna Suchocka – Ministerpräsidentin der Republik Polen, Józef Oleksy – Ministerpräsident der Republik Polen, Włodzimierz Cimoszewicz – Ministerpräsident der Republik Polen, Waldemar Pawlak –Ministerpräsident der Republik Polen, Prof. Jerzy Buzek – Ministerpräsident der Republik Polen, Jolanta Kwaśniewska – Stiftung „Porozumienie bez barier”, Fondation Danielle Mitterand, Włodzimierz Konarski – Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit, Prof. Leszek Pączek – Rektor der Medizinischen Universität Warschau, Prof. Ryszard Zimak – Rektor der Frédéric-Chopin-Musikakademie Warschau, Prof. Andrzej Czyżewski – Leiter des Lehrstuhls für Ton- und Bildtechnik,Technische Universität Danzig, Zdzisław Stachura – Leiter des Institutes für Glas und Keramik, Ryszard Konwerski – Präsident des Polnischen Businessclubs, Erdölleitungsbetriebunternehmen „Przyjaźń”, Stiftung für die Entwicklung der Medizin “Der-Mensch-dem-Menschen“ (poln. „Człowiek-Człowiekowi”): Prof. Stefan Kruś, Prof. Henryk Skarżyński, Prof. Janusz Cianciara, Mag. Roman Chojnowski, Prof. Jarosław Deszczyński, Mag. Jolanta Herman, Dr. Maciej Jesionek, Dr. Waldemar Mysiak, Dr. Michał Niemczyk, Prof. Grzegorz Opolski, Prof. Janusz Piekarczyk, Prof. Walerian Staszkiewicz, Dr. Stanisław Wójcikiewicz, Leszek Sikorski – Gesundheitsminister, Prof. Aleksander Łuczak – Präsident des Komitees für Wissenschaftliche Forschung, Prof. Michał Kleiber – Minister für Wissenschaft, Dr. Jan Krzysztof Frąckowiak – Sekretär des Komitees für Wissenschaftliche Forschung, Prof. Wiesław Chrzanowski – Sejmmarschall, Prof. Andrzej Stelmachowski – Senatmarschall der Republik Polen, Bischof Alojzy Orszulik – stellvertretender Sekretär des Polnischen Episkopats, Prof. Bronisław Geremek – Außenminister, Jacek Kuroń – Minister für Arbeit und Sozialpolitik, Dr. Leszek Juchniewicz – Vorsitzender der Regulierungsbehörde für Energie, Grażyna Andrzejewska-Sroczyńska – Regierungsbevollmächtigte für Behinderte Personen, Joanna Staręga-Piasek – Regierungsbevollmächtigte für Behinderte Personen, Roman Sroczyński – Präsident des Staatlichen Fonds für Rehabilitation Behinderter, Leszek Mizieliński – Woiwode der Woiwodschaft Masowien, Jerzy Koźmiński – Unterstaatssekretär im Amt des Ministerrates, polnischer Botschafter, Zdzisław Góralczyk – polnischer Botschafter, Prof. Longin Pastusiak –  Senatmarschall, Prof. Ryszard Tadeusiewicz – Rektor der Wissenschaftlich-Technische Universität Krakau, Prof. Krzysztof Szamałek – Staatssekretät im Umweltministerium, Prof. Samuel Whitaker – Pacific Neuroscience Institute (Los Angeles, CA, USA), Prof. Rudolf Probst – Universitätsklinik Basel, (Schweiz), MED.-EL GmbH – Innsbruck (Österreich), Dr. Ingeborg Hochmair, Prof. Erwin Hochmair – Universität Innsbruck (Österreich), Cochlear Ltd. – Sydney (Australien), Basel (Schweiz), Prof. Christoph von Ilberg – Universitätsklinik Frankfurt (Deutschland), Prof. Ernst Lehrnhardt – Medizinische Hochschule (Hannover, Deutschland), Prof. Jeane Marie Sterkers – Hospitaux de Paris (Frankreich), Prof. Józef Zwisłocki – Syracuse University (NY, USA), Prof. Paul van den Broek – University Hospital Nijimegen (Niederlande), Prof. Goran Bredberg – Stockholm Soder Hospital (Schweden), Prof. George Tavartkiladze – Research Center for Audiology and Hearing Rehabilitation Moscow (Russland), Prof. Robert Behr – University of Marburg Fulda (Deutschland), Prof. Milan Profant – Comenius University Bratislava (Slowakei), Prof. James W. Hall – University of Florida (Gainesville, FL, USA), Prof. Stefaan Peeters – University of Antwerp (Belgien), Prof. John D. Durrant – University of Pittsburgh (PA, USA); Künstler für Kinder: Grażyna Auguścik, Danuta Błażejczyk, Gawęda, Reni Jusis, Andrzej „Piasek” Piaseczny, Ryszard Rynkowski, Tytus Wojnowicz, Julita und Paula Sokołowskie, Jacek Wójcicki.

Heute ist das Weltzentrum für Gehör die Visitenkarte der polnischen Medizin. Die Leistungen des Teams wurden von Anfang an von Vertretern der höchsten Behörden in Polen wahrgenommen und preisgekrönt. Das Zentrum wurde mehrmals von Vertretern der Regierung, des Parlaments und durch ausländische Delegationen besucht. Die Einrichtung wurde auch von First Ladies Polens, Russlands, Aserbaidschans, Estlands, der Ukraine und Slowakei besichtigt. Zu Gast in Kajetany waren auch Präsidenten internationaler und europäischer wissenschaftlicher Gesellschaften sowie Botschafter vieler Länder.

Innerhalb der letzten 15 Jahre startete Prof. Henryk Skarżyński einige zehn bahnbrechende Programme der Implantation neuer Hörimplantate und führte u.a. folgende Eingriffe durch: Die erste Implantation eines Hörimplantates ins Mittelohr in Polen, die weltweit erste Implantation eines Cochlea-Implantates bei einem Kind mit partiellem Hörverlust, die erste Anwendung eines Implantats und Hörgeräts in einem Ohr in Polen (Duet System), die weltweit erste bilaterale Implantation der auditorischen Hirnstamm-Implantate, die erste Anwendung eines SRA Systems aus Hörgerät und Implantat in Polen, die landesweit erste und eine der weltweit ersten Implantationen der modernsten Mittel- und Innenohrimplantate – des CODACS Systems, die erste Implantation eines bahnbrechenden BONEBRIDGE Hörimplantats in Polen, die erste Implantation eines Hörimplantats im Baha® 4 Attract System 2 in Mittel- und Osteuropa, die erste Implantation des Mittelohrimplantats Cochlear™ MET® in Polen, die landesweit erste Implantation eines neuen SYNCHRONY Cochlea-Implantates, das MRT-Untersuchungen durchführen und künftig Veränderungen im Gehirn nach Eingabe eines akustischen oder elektrischen Reizes verfolgen lässt, die weltweit erste Implantation des neuen Mittelohrimplantates Vibrant Soundbridge mit LP-Coupler, die mittel- und osteuropaweit erste Operation der Implantation eines HiRes Ultra Cochlea/Implantates mit der neuen HiFocus SlimJ Elektrode und die landesweit erste, gleichzeitig mit fünf anderen Zentren auf der Welt durchgeführte Implantation der Cochlear OSIA OSI100 Implantate.

In der Praxis bedeutet das, dass polnische Patienten im Zentrum die weltweit ersten bzw. einige von den weltweit ersten sind, die Zugang zu den modernsten medizinischen Technologien haben. Es ist ein messbarer Nachweis für die klinische und wissenschaftlich Position des Zentrums.

Aktuell steht den Patienten, Ärzten, Wissenschaftlern und Studenten eine Fläche von über 20 Tsd. qm zur Verfügung, die folgendes umfasst: 6 OP-Säle, einige zehn diagnostische Behandlungsräume, in denen täglich einige Hundert Patienten untersucht werden, 2 Multimedia-Studios des weltweit ersten Teleaudiologischen Landesnetzes, 7 Konferenzsäle, die bis 800 Personen fassen können, und ein Bildungszentrum.

HNO-Ärzte, Fachärzte für Audiologie, Phoniatrie und Logopädie, Surdopädagogen, Psychologen, klinische Ingenieure und Techniker führen jährlich über 200.000 Beratungen und Untersuchungen in den Arztpraxen des Zentrums durch.

Seit über 15 Jahren werden ca. 60-70 gehörverbessernde Eingriffe täglich in der Einrichtung durchgeführt – die meisten Operationen weltweit im HNO-, Audiologie- und Phoniatriebereich. Besonders beachtenswert ist die Implantation von über 6.500 Hörimplantaten, was das Zentrum in der Weltspitze platziert. Verschiedene Formen der Hilfe nahmen hier bisher über 3,5 Mio. Personen für sich in Anspruch. Die Einrichtung ist auch ein gut funktionierendes und organisiertes Unternehmen, das fast 450 Mitarbeiter beschäftigt.